Mark Mattingley-Scott leitet Stuttgarter Europazentrale von deutsch-australischem Hersteller Quantum Brilliance

  • Start-up entwickelt kleinste Quantencomputer, die bei Raumtemperatur arbeiten
  • Quantencomputing-Urgestein Mark Mattingley-Scott ab sofort verantwortlich für Business Development sowie strategische Partnerschaften in Europa und drei neue Standorte in Deutschland
  • „Die Entwicklung und Herstellung von Quanten-Hardware haben das Potenzial, in Deutschland den Status der Automobilindustrie zu erreichen.“

STUTTGART, 9. September 2021 — Mark Mattingley-Scott ist der neue Europa-Chef von Quantum Brilliance, einem wagniskapitalfinanzierten deutsch-australischen Hersteller von Quantencomputing-Hardware. Der gebürtige Brite leitet die neue Europazentrale in Stuttgart, verantwortet das Geschäft und kümmert sich um den Ausbau strategischer Partnerschaften. Eine seiner ersten Aufgaben ist es, Unternehmensstandorte mit hoch spezialisierten Ingenieurs- und Entwicklungsteams in Freiburg und Ulm aufzubauen. Quantum Brilliance wird dort auf Basis von synthetischen Diamanten Quantenbeschleuniger in kleinen Formfaktoren herstellen, die bei Raumtemperatur arbeiten und keine Kühlung etwa mit flüssigem Helium benötigen. Damit lässt sich künftig Quantenrechenleistung in klassischen Rechensystemen bereitstellen. Die erste Produktgeneration hat bereits Marktreife erreicht – in der Größe eines 19-Zoll-Server Rack-Moduls. In naher Zukunft sollen die Maße nur noch einer Brotdose entsprechen. Die wissenschaftlichen Grundlagen dieser Technologie stammen aus dem Zentrum für Angewandte Quantentechnologie der Universität Stuttgart.

Mark Mattingley-Scott hatte in seinen 31 Jahren bei IBM verschiedene Leitungsfunktionen inne, zuletzt sorgte er als IBM Quantum Ambassador for EMEA and Asia-Pacific für die Sichtbarkeit des Quantencomputing-Programms des Tech-Giganten und brachte das Business voran. Schon in der Vergangenheit arbeitete Mark Mattingley-Scott regelmäßig an revolutionären Neuheiten: 1989 gehörte er bei IBM zum Kernteam, das sich mit dem seinerzeit in den Kinderschuhen steckenden Worldwide Web beschäftigte, 1996 leitete er das Team, das die weltweit erste E-Commerce-Plattform entwickelte, und 2006 war er verantwortlich für die Implementierung der ersten mobilen Gesundheitsplattform.

„Mein Ziel ist es, mit Quantum Brilliance Quantencomputing in den Alltag zu bringen“, erklärt Mark Mattingley-Scott. „Europa wird sehr stark von einer schlagkräftigen Quantenindustrie profitieren – hochdisruptive Technologien wie Quantenbeschleuniger haben das Potenzial, einen riesigen Wachstumsschub zu geben.“ Deshalb will Mark Mattingley-Scott auch dazu beitragen, dass öffentliche Investitionen in die Quantencomputerindustrie in Deutschland und anderen europäischen Ländern weiter zunehmen.

„Deutschland verfügt über die weltweit besten Voraussetzungen, um ein führender Player im Bereich Quantencomputing zu werden – dank seiner starken Industrie und der großen Anzahl hervorragend ausgebildeter Ingenieure“, betont Mark Mattingley-Scott. „Um das richtig einzuordnen: Hier in Deutschland haben Entwicklung und Herstellung von Quanten-Hardware das Potenzial, den Status der Automobilindustrie zu erreichen.“

Mark Mattingley-Scott hat einen „Joint Honours Bachelor of Science in Computing and Electronics” sowie einen Ph. D. of Philosophy der University of Durham in Großbritannien. Darüber hinaus ist er bei Bitkom stellvertretender Vorsitzender des Arbeitskreises High Performance Computing & Quantum Computing sowie Teil des NATO Advisory Committee on Emerging and Disruptive Technologies. Als Senior Member im IEEE hat er den deutschen Ableger der „Systems, Man and Cybernetics Society“ (IEEESMC) mitgegründet und steht ihm vor. Außerdem ist er Teil des IEEE Public Policy Committee. Nicht zuletzt lehrt er an verschiedenen deutschen Hochschulen, wie zum Beispiel Human and Machine Learning am Institut für Kognitionswissenschaft der Universität Osnabrück oder Quantencomputing am Kirchhoff-Institut für Physik der Universität Heidelberg.

„Mark hat eine unglaubliche Erfahrung im Bereich Quantencomputing und in der Kommerzialisierung von neuen, innovativen Technologien. Das ist für uns beim Aufbau unserer Präsenz in Europa und speziell in Deutschland von unschätzbarem Wert“, erklärt Andrew Horsley, CEO and Mitgründer von Quantum Brilliance. „Wir sind begeistert, Mark in unserem Team begrüßen zu dürfen, und freuen uns schon auf eine sehr erfolgreiche Zukunft.“

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Über Quantum Brilliance

Quantum Brilliance wurde 2019 gegründet und ist ein wagniskapitalfinanzierter australisch-deutscher Hersteller von Quantencomputing-Hardware. Das Unternehmen bietet Quantenbeschleuniger aus synthetischen Diamanten sowie ein Set aus Softwaretools und Applikationen. Die Vision ist es, einen breiten Einsatz von Quantenbeschleunigern zu ermöglichen – um die Industrie in die Lage zu versetzen, Edge-Computing-Anwendungen und Supercomputer der nächsten Generation zu nutzen. Quantum Brilliance verfügt über Partnerschaften in Nordamerika, Europa sowie Asien-Pazifik und arbeitet mit Regierungen, Supercomputing-Centern, Forschungseinrichtungen und führenden Köpfen aus der Industrie zusammen.

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