Kulturelle Ausprägungen als Erfolgsfaktor von IT-Outsourcing-Projekten

Unternehmensberatung microfin ist Studienpartner der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln 

Bad Homburg, 16. Juni 2015 – Ein Hauptgrund für das Scheitern von IT-Outsourcing (ITO)-Projekten sind oftmals Probleme in der Kunden-Lieferanten-Beziehung auf Basis von kulturellen Unterschieden. Um dieser Problematik auf den Grund zu gehen, wurde „Culture@ITO“ ins Leben gerufen, ein Forschungsprojekt der Professur für Integrierte Informationssysteme der Universität zu Köln. Zusammen mit der Unternehmensberatung microfin sowie weiteren Partnern aus der Praxis sollen relevante Ausprägungen von Kultur in ITO-Projekten identifiziert und bewertet werden.

Die Beauftragung externer Dienstleister zur Erbringung von IT-Services innerhalb von ITO-Projekten ist in Deutschland seit mehr als 25 Jahren gängige Praxis. Trotz des damit verbundenen Erfahrungsschatzes von Kunden- sowie Lieferantenorganisationen scheitern immer noch viele derartige Vorhaben. Ein Forschungsprojekt der Professur für Integrierte Informationssysteme an der Universität zu Köln befasst sich nun mit der Frage, inwieweit kulturelle Gemeinsamkeiten zum Erfolg eines ITO-Projektes beitragen. In einem ersten Schritt wurde hierzu im Rahmen eines Praktiker-Workshops mit Mitarbeitern der Unternehmensberatung microfin evaluiert, wie der Begriff Kultur in ITO-Projekten definiert werden kann. Als Grundlage diente die „Institutional Logics Perspective“, die kulturelle Unterschiede von institutionell bedingten Eigenschaften der beteiligten Parteien beschreibt. Diskutiert wurden mögliche Ausprägungen in den Dimensionen Nationalkultur, Organisationskultur, Teamkultur sowie Individualkultur, die die Outsourcing-Experten aus ihrem Beratungsalltag kennen.

Im nächsten Schritt sollen die identifizierten Kulturausprägungen im Rahmen einer empirischen Untersuchung verschiedener ITO-Projekte in der Praxis analysiert und in Bezug auf ihre Auswirkungen auf den Erfolg bewertet werden. Vor allem die Frage, wie Vertrauen und Kontrolle in Projekten gehandhabt werden und wie sich das wiederum auf die Kunden-Lieferanten-Beziehung auswirkt, soll damit beantwortet werden.

„Schon unsere Studie aus dem Jahr 2008 hat gezeigt, wie wichtig die Beziehungsqualität zwischen Outsourcern und ihren Dienstleistern ist. Culture@ITO knüpft hieran an und wird am Ende zeigen, auf welchen kulturellen Grundpfeilern diese Beziehung steht“, erklärt Branimir Brodnik, Geschäftsführer von microfin. „Das ist nicht nur interessant, sondern auch sehr hilfreich für Unternehmen, die ein Outsourcing-Projekt vor sich haben: Mit dem Wissen aus der Studie können sie von Beginn an darauf achten, den in jeglicher Hinsicht passenden Partner für sich auszuwählen.“ Brodnik spricht aus Erfahrung: Er und seine Kollegen beraten Unternehmen seit über zwölf Jahren in Outsourcing- und IT-Kostenoptimierungs-Projekten.

circa 2.700 Zeichen (inkl. Leerzeichen)

Facebooktwittermail