Dr. Haffa & Partner Expert Call: Arbeitgeber gewähren größtenteils flexible Arbeitszeiten während der Fußball-Weltmeisterschaft

  • Umfrage unter 75 deutschen Führungskräften und Meinungsmachern
  • Über die Hälfte der Büroangestellten profitiert von dauerhaftem Gleitzeitmodell
  • Ein Viertel der Arbeitgeber hat kein Verständnis für Fußballfans

ExpertCall_02_2014_ErgebnisMünchen, 4. Juni 2014 —- Die Mehrheit der Arbeitgeber gewährt während der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien flexible Arbeitszeiten. Das ist das Ergebnis des aktuellen Dr. Haffa & Partner Expert Call. Die Kommunikationsagentur wollte von 75 deutschen Führungskräften und Meinungsmachern wissen, ob es bei ihnen während der WM geänderte oder flexible Arbeitszeiten gibt. Hintergrund sind die teilweise sehr späten Anstoßzeiten etwa vom Spiel England gegen Italien, das erst um 24 Uhr angepfiffen wird. Das deutsche Team ist frühestens ab dem Achtelfinale von nächtlichen Spielbeginnen betroffen.

Das Ergebnis der Umfrage: Die meisten Angestellten können die WM live verfolgen. 54 Prozent der Befragten gaben an, dass es generell ein Gleitzeitmodell gibt, von dem Fußballfans natürlich auch während der WM Gebrauch machen können. Weitere 17 Prozent profitieren von speziell für das Turnier in Brasilien geschaffenen flexiblen Arbeitszeiten. Drei Prozent dürfen wenigstens zu den Spielen der deutschen Elf rechtzeitig aufbrechen, um die Begegnungen im privaten Umfeld zu schauen. Weitere drei Prozent veranstalten im Unternehmen ein gemeinsames Public Viewing. 23 Prozent der befragten Unternehmen hingegen wollen ihre Arbeitszeiten nicht an Fußballspielen ausrichten.

Ein Teilnehmer der Umfrage freut sich bereits: „Bei uns gibt es zur WM wieder flexible Arbeitszeiten. So wie in früheren Jahren auch. Wir haben schon bei der WM in Deutschland morgens um 5 Uhr mit einem gemeinsamen Frühstück begonnen, damit alle rechtzeitig nach Hause gehen können.“ Ein weiterer Teilnehmer versteht die Aufregung nicht: „Fußball ist doch nur ein Spiel. Warum sollen Firmen deswegen ihre Arbeitszeiten neu ausrichten?“ Ein anderer Befragter sieht das ähnlich: „Man sollte dieses Thema nicht so hochstilisieren.“ Ein Vierter erklärt: „Bei uns gibt es Gleitzeit. Es mag sein, dass sich Gruppen bilden zum gemeinsamen Fernsehschauen, aber von Unternehmensseite ist nichts geplant.“

„Zwei Erkenntnisse ziehe ich aus dieser Umfrage: Erstens profitieren in jedem zweiten Unternehmen die Büroangestellten von einem Gleitzeitmodell, egal, ob WM ist oder nicht. Die Tage der fixen Arbeitszeiten scheinen damit gezählt“, erklärt Sebastian Pauls, Prokurist bei der Dr. Haffa & Partner GmbH. „Zweitens ist es für Unternehmen offensichtlich absolut wichtig, ihren Angestellten entgegenzukommen. Die Hälfte der Unternehmen, die normalerweise kein Gleitzeitmodell haben, ermöglicht ihren Angestellten, einen Großteil der WM – zumindest jedoch die Spiele der deutschen Mannschaft – zu genießen, sei es durch flexible Arbeitszeiten oder gemeinsames Public Viewing. Unternehmen beginnen zu lernen, dass sie, wenn sie Flexibilität von ihren Angestellten verlangen, auch Flexibilität zurückgeben müssen. Das ist in Zeiten des potenziellen Fachkräftemangels für viele Unternehmen ein wichtiger Schritt auf dem Weg, ihr Arbeitgeberpotenzial auszuschöpfen.“

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