Lokalisieren statt Übersetzen: So funktioniert Pressemitteilung international

haffapartner_us_de_fr_äpfel und birnen_übersetzungen_720x300Nicht selten stehen Unternehmen vor der Herausforderung, fremdsprachliche Nachrichten aus der Firmenzentrale – beispielsweise aus den USA, aber auch aus dem europäischen Ausland – für die deutsche Presse verdaulich zu machen. Allerdings: Wer glaubt, dass es hierfür reicht, eine englische Pressemitteilung durch die Übersetzungsmaschine von Google zu jagen und dann das Ergebnis noch etwas sprachlich zu polieren, liegt falsch. Damit die Adaption wirklich „funktioniert“, muss sie weit über eine einfache Übersetzung hinausgehen. Es gilt nicht nur die Sprache, sondern auch noch folgende nicht-sprachlichen Aspekte zu beachten:

  1. Thema: Vor der Adaption der Pressemitteilung sollte die Frage stehen „Ist diese News wirklich relevant für den heimischen Markt?“. Ein blindes Weiterverbreiten von Nachrichten der US-Zentrale ist keineswegs immer sinnvoll, da nicht alle Themen auch in Deutschland relevant beziehungsweise manche Lösungen erstmal in Deutschland nicht verfügbar sind.
  2. Aufbau: US-Pressemitteilungen steigen oft ganz „sanft“ ein, bevor sie zur eigentlichen Nachricht kommen. Diese Einleitungen im ersten Absatz (oder den ersten Absätzen) zu Allgemeinplätzen, Trendanalysen oder Ähnlichem sind in Deutschland eher abschreckend. Journalisten verwenden oft nur sehr kurze Zeit darauf, um zu beurteilen, ob eine News interessant ist oder nicht. Eine Meldung, die nicht gleich zum Punkt kommt, fällt schnell durchs Raster. Für deutsche Meldungen gilt: Das Wichtigste zuerst!
  3. Marketing-Talk: Prinzipiell treten Deutsche (auch) im Geschäftsumfeld etwas zurückhaltender auf als beispielsweise US-Amerikaner. Das Anpreisen von Produkten und Services in Superlativen ist bei deutschen Journalisten verpönt. Denn jeder Anbieter behauptet, dass seine Neuheiten „unique“ und der Erfolg damit „unprecedented“ ist. Die Herausforderung besteht darin, zwar die tatsächlichen Vorteile hervorzuheben, ohne dass die deutsche Meldung jedoch in einer Lobhudelei eskaliert.
  4. Zitate: US-Pressemitteilungen enthalten oft sehr viele Zitate, die – mehr oder weniger – alle das Gleiche sagen. Für die Lokalisierung bietet es sich an, diese auf eines, maximal zwei zu beschränken (meist ist damit auch alles gesagt) und sie einem regionalen Sprecher in den Mund zu legen.
  5. Kundenreferenzen: Das schönste Testimonial eines zufriedenen Kunden ist nichts wert, wenn das Unternehmen in dem Zielland komplett unbekannt ist. Daher: lieber weniger Referenzen, aber dafür aus der DACH-Region oder zumindest international bekannte Namen.
  6. Rechtlicher Hintergrund: Die Behauptung, „der“ führende Anbieter für irgendwas zu sein, muss in Deutschland bewiesen werden. Da dies oft ein schwieriges Unterfangen ist oder eindeutige Belege fehlen, ist es sicherer, sich als „einer der führenden“ Anbieter zu positionieren. Dafür werden in Deutschland (Registered)Trademark-Hinweise und die Legal Disclaimer weggelassen.

Mein Kollege hat an anderer Stelle bereits am Beispiel Deutschland, Österreich, Schweiz ausgeführt, warum Einheitskommunikation nicht funktioniert. Das Gleiche wie für „DACH“ oder die USA gilt auch für andere Länder. Auch Pressemitteilungen aus Frankreich, Italien, Spanien lassen sich in Deutschland (trotz der engen Nachbarschaft) nicht 1:1 übersetzt übernehmen – zumindest nicht, wenn man positive Aufmerksamkeit bei einer maximalen Anzahl an Journalisten erzeugen will.

Ebenso wenig wie man Äpfel mit Birnen vergleichen kann, sollten PR-Profis also die lokale Presse mit Pressemitteilungen angehen, die ganz offensichtlich für einen anderen Markt geschrieben wurden. Daher erfordert eine adäquate Lokalisierung nicht nur optimale Fremdsprachenkompetenz, sondern genaueste Kenntnisse hiesiger Märkte und Branchen.

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D-A-CH: Warum Einheitskommunikation nicht funktioniert

Emil Steinberger (ja, der „Emil“) wurde nach einer Vorstellung in Köln einmal von einer begeisterten Zuschauerin angesprochen: Sie sei überrascht, wie gut sie den Schweizer Dialekt verstehe, wo sie doch noch nie in der Schweiz gewesen sei. Kein Wunder – Emil hatte sein Programm in Hochdeutsch vorgetragen. Das ist nur ein Beispiel dafür, wie hartnäckig die Unterschiede im deutschen Sprachraum unterschätzt werden. Nicht nur von den Briten oder Skandinaviern, die die drei Länder gerne als „Germanics“ zusammenfassen, sondern auch und insbesondere in Deutschland. Besonders deutlich wird das auf dem Gebiet der Kommunikation und speziell der PR. Wer glaubt, dass eine gemeinsame Kommunikationsstrategie für Deutschland, Österreich und die Schweiz ausreichend sei, weil sich die Schriftsprache ja gleiche, wird unweigerlich Misserfolg ernten. Es sind im Wesentlichen drei Faktoren, die den Unterschied machen:

1. Sprache
Natürlich kann ein Schweizer oder ein Österreicher Texte aus Deutschland nutzen – aber er wird sie meist sofort als „fremd“ und vom „großen Nachbarn stammend“ erkennen. Das liegt meist an Nuancen wie dem Gebrauch spezifischer Vokabeln gleicher Bedeutung (so nennt der Schweizer ein Unternehmen oft Unternehmung) oder an der minutiösen Nennung akademischer Titel in Österreich, die in Deutschland unüblich ist. Oder oft auch einfach nur am Ton und Duktus der Sprache. Wer solche Unterschiede nicht berücksichtigt, untergräbt den klassischen Nachrichtenfaktor „Nähe“: Der Leser nimmt wahr, dass hier nicht „einer von uns“ schreibt, sondern „einer von denen“. Was einem technischen K.O. für die PR gleichkommt.

2. Themen
Nicht alles, was etwa deutsche Unternehmen oder Konsumenten interessiert, ist für die Schweiz oder Österreich gleichermaßen relevant. Beispiel Big Data: Für deutsche Unternehmen scheinbar ein Pflichtthema, ist die Skepsis in Zürich und Wien groß. „Big Data“ und „Small Country“ wollen in den Köpfen nicht so recht zusammenpassen. Wer das ignoriert und Schweizer oder Österreicher mit einer Das-muss-euch-doch-auch-interessieren-Kampagne überrollt, darf sich über Widerstände und Ablehnung nicht wundern. Außerdem gilt es, immer auch die Wirtschaftsstruktur der Länder im Blick zu behalten: Die Pharmabranche etwa, in Deutschland und der Schweiz stark, findet in Österreich kaum statt.

3. Gepflogenheiten
In Deutschland kennen Kommunikationsverantwortliche in Unternehmen oder Agenturen viele Journalisten nur von Telefon oder E-Mail – und das reicht in der Regel auch für eine gut funktionierende Zusammenarbeit. In Österreich ist das anders. Hier arbeiten die Medien vorwiegend mit Menschen zusammen, die sie auch persönlich kennen. Mit der klischeehaften Wiener Kaffeehauskultur hat das nur noch am Rande zu tun – die Grundidee des Austausches vor Ort wirkt aber weiter. In der Schweiz wiederum wird viel freizügiger als in München oder Wien über die finanzielle Zusammenarbeit von Unternehmen und Medien gesprochen; hier ist ein Pragmatismus eingekehrt, der anderswo – noch – von journalistischem Ethos überlagert wird.

Fazit: Die Unternehmenskommunikation muss oft noch lernen, was der Vertrieb meist schon weiß: Kulturelle Unterschiede sind das Zünglein an der Waage, wenn es darum geht, Menschen für sich zu gewinnen, egal ob es um Kunden oder Leser geht. Hier ist viel Feingefühl gefragt; ein Know-how, das außerhalb des Landes nur selten vorhanden ist. Die Sprache als verbindendes Element reicht nicht aus, um eine Einheitskommunikation zu rechtfertigen. Wer dafür einen Beleg braucht, frage mal Briten und Iren. Oder Franzosen und Belgier. Oder US-Amerikaner und Kanadier. Oder …

Über den Autor: Ingo Weber ist seit über 15 Jahren PR-Profi und betreut bei Dr. Haffa & Partner unter anderem das Softwareunternehmen SAS Institute. Er ist gebürtiger Schweizer, lebt seit 1990 in München und pflegt beruflich wie privat Kontakte zu Medien und PR in Wien.

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Medientipp: Für alle Träumer, die an ihren großen Tag glauben

Robin Sloan: Mr. Penumbra’s 24-Hour Bookstore / Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra

Ein begeisterndes Buch. Der Autor Robin Sloan versteht es sehr gut, eine Abenteuergeschichte ins Web 3.0-Zeitalter zu übertragen und spricht eine breite, dankbare Zielgruppe an: Geeks, Nerds, Bücherwürmer, Rollenspieler, Historiker, Digital Natives, Marketers, Fantasten und Abenteurer.

Robin Sloan spricht eine dankbare Zielgruppe an: Geeks, Nerds, Bücherwürmer, Rollenspieler, Historiker, Digital Natives, Marketers, Fantasten und Abenteurer.

Mr Penumbra’s 24 hour bookstore: Eine Abenteuergeschichte im Web 3.0-Zeitalter

Zur Handlung: Der Designer Clay hat gerade seinen Job verloren und wird Nachtwächter eines Buchladens in San Francisco, der – wie der Buchtitel verrät – rund um die Uhr geöffnet hat. Während im vorderen Teil des Ladens Klassiker und aktuelle Bücher zum Verkauf stehen, enthält der hintere Teil mysteriöse Wälzer, die dem Ausleihen durch eine exklusive, gleichwohl etwas schrullige Gruppe von Besuchern vorbehalten ist. Eigentlich mit der Intention, dem Laden mehr Käufer zu bescheren, plant Clay Google Ads, eine neue Website und ein besseres Computersystem – und entdeckt bald ein Muster darin, wer welche Bücher ausleiht. Es entwickelt sich eine digitale Schnitzeljagd, um das Geheimnis des Buchladens zu lösen. Clay wird dabei natürlich kräftig von Weggefährten unterstützt: Traditionelle Abenteuer-Figuren wie Magier oder Krieger werden dabei kurzerhand auf moderne Charaktere überragen, zum Beispiel auf eine euphorische Google-Entwicklerin – und was die kann, hat wirklich etwas von Zauberei. Und Leser, die mit Kindle, Google, Hadoop und dergleichen nichts anfangen können? Haben sich wohl auch verlaufen, als sie auf die Buchstabensuppe gestoßen sind.   Auf Englisch bei Amazon: http://www.amazon.de/dp/B00A25NLOU Das Buch ist auch in Übersetzung erschienen: http://www.randomhouse.de/Buch/Die-sonderbare-Buchhandlung-des-Mr-Penumbra/Robin-Sloan/e399038.rhd

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Kommunikationstipp: Perspektivenwechsel – ein Schlüssel zum Erfolg

„Wer will das lesen, wer will das wissen?“ Diese Fragen haben mich mein gesamtes Berufsleben begleitet.

Dr.  Horst Höfflin, Geschäftsführer einer Kommunikationsagentur und ehemaliger PM-Redakteur: „’Wer will das lesen, wer will das wissen?’ Diese Fragen haben mich mein gesamtes Berufsleben begleitet.”

„Wer will das lesen, wer will das wissen?“ Mit diesen Fragen hat mein journalistischer Lehrer Peter Moosleitner oft die Begeisterung der gesamten Themenkonferenz für einen Artikelvorschlag abrupt beendet. Denn er hatte Recht! Wir, die Redakteure der Zeitschrift PM, fanden das vorgeschlagene Thema spannend und wert als Artikel ins Heft zu kommen. Aus der Perspektive der Leser gesehen war es aber in der Regel nicht interessant und damit auch nicht lesenswert.

„Wer will das lesen, wer will das wissen?“ Diese Fragen haben mich seither mein gesamtes Berufsleben begleitet. Denn genau diese Fragen muss sich jeder immer wieder stellen, wenn er erfolgreich kommunizieren will. Und sie sind nur zu beantworten, wenn man seinen eigenen Standpunkt verlässt und die Sache aus einem anderen Blickwinkel betrachtet: Die Perspektive wechselt. Die Perspektive des Lesers, des Adressaten, einnimmt.

Wer Texte schreibt, wer Botschaften formuliert oder Kommunikationsstrategien entwickelt, wird nur dann Erfolg haben, wenn er weiß, was seine Zielgruppe interessiert, was sie wissen will, was für sie wichtig ist. Wer Botschaften nur von sich weg und nicht auf seine Zielgruppe hin kommuniziert, wir es sehr schwer haben, gehört und verstanden zu werden.

Deshalb mein Tipp an alle Kommunikationsarbeiter: Wechselt den Blickwinkel, checkt bei der Arbeit immer wieder, ob ihr noch richtig liegt und fragt euch immer wieder: „Wer will das lesen, wer will das wissen?“

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PR oder Marketing? Diese Frage stellt sich nicht!

"In der Kommunikation geht es um Menschen. Und denen sind Instrumente egal."

“In der Kommunikation geht es um Menschen. Denen sind Instrumente egal.”

Wir führen den Begriff „Public Relations“ im Logo – da kommen wir her. Als Dr. Haffa & Partner im Jahr 1986 gegründet wurde, gab es noch eine klare Abgrenzung zwischen den verschiedenen Kommunikationsdisziplinen. Man machte entweder Marketing oder PR. Mittlerweile hat sich das geändert, und das ist gut so. Denn es geht nicht um Disziplinen und Instrumente, es geht einfach um Kommunikation mit Menschen. Und denen sind Instrumente egal. Sie reagieren auf Botschaften – und zwar dann, wenn diese über die richtigen Kanäle kommen.

Deshalb ist es für moderne Kommunikationsagenturen Pflicht, über Disziplinen hinaus zu denken und Kunden integriert zu beraten. Wer PR macht, muss Marketing, Social Media etc. gleichermaßen beherrschen. Wie sonst soll er beurteilen können, welche Art der Kommunikation für seinen Kunden wirklich zielführend ist? Und wie sonst soll der Kunde sicher sein, dass die Agentur ihn in seinem Sinne berät und nicht im Sinne eines eingeschränkten Agenturportfolios!

Deshalb: Fragen Sie Ihre Marketing-Agentur nach PR, erkundigen Sie sich bei Ihrem PR-Berater nach Marketing-Leistungen. – Ihre Kommunikation wird sich freuen.

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Kommunikationsinstrument Kunst

Bildrechte: Kunstwerke: Daniel Völker Foto: August Castell-Castell

Bildrechte:
Kunstwerke: Daniel Völker
Foto: August Castell-Castell

Von den vielen Kommunikationsinstrumenten, die Unternehmen zur Verfügung stehen, gehört Kunst zu den am meisten unterschätzten. Dabei bringt sie alles mit, was nötig ist, um Aufmerksamkeit zu erregen, Profil zu zeigen und mit Menschen ins Gespräch zu kommen. Wesentlich für Kunst ist ihre Vielschichtigkeit. Sie kann beispielsweise regional, global, traditionell, innovativ, provokant, offen, laut und schlicht sein. Kunst kann eine Unternehmenskultur individuell fördern. Sie ermöglicht einen Imagetransfer und schärft das Profil eines Unternehmens nach außen und nach innen.

Mittels eigener Kunstprojekte, ob Ausstellungen, Förderung oder Firmensammlungen, wird ein Unternehmen über andere Kanäle wahrgenommen. Es hebt sich von Mitbewerbern ab und erregt Aufmerksamkeit. Durch ein Engagement in der Kunst generieren Unternehmen Verständnis und Vertrauen bei Öffentlichkeit und Meinungsmachern, Stichwort: Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung. Unternehmen und Unternehmer gewinnen an gesellschaftlicher Bedeutung, die über das eigene Kerngeschäft hinaus reicht.

Kunst erschließt neue Märkte
Kunst, die sich gezielt mit den Werten, der Geschichte und den Produkten eines Unternehmens auseinandersetzt fördert die Unternehmenskommunikation.
Unternehmerische Kunstprojekte sind als übergreifendes und komplementäres Kommunikationsinstrument zu begreifen. Kunst erschließt neue Werbemöglichkeiten.
Sie lässt sich auf harmonische Weise mit Absatzförderungsmaßnahmen verbinden. Kunstprojekte beinhalten insbesondere Möglichkeiten der Motivation des Vertriebs, der Gestaltung von Verkaufsflächen sowie von Produkten. Darüber hinaus ist Kunst ein werthaltiges Investment.

Kunst zur Kontaktpflege
Kontaktpflege ist bei unternehmerischer Kunstförderung von höchster Bedeutung. Beispielsweise können Vertreter des Unternehmens bei einer Ausstellung direkt mit den Besuchern in Kontakt treten. Bestehende Kunden, Geschäftspartner, Meinungsmacher und die Presse können eingeladen werden. Durch das gemeinsame Interesse wird eine persönliche Verbindung geschaffen.

Kunst als Reputationsmotor
Die Beschäftigung mit Kunst schafft angenehme Gesprächseinstiege mit Kunden und Geschäftspartnern. Sie motiviert Mitarbeiter und stärkt die Kundenbindung. Die Förderung und Vermittlung von Kunst ist ein idealer Motor für die Reputation von Unternehmen. Kontaktchancen zu Kunden, Geschäftspartnern und der Presse werden erhöht. Kunst ist damit ein Mehrwert für jedes Unternehmen.

Dr. Natalie LauerGastbeitrag von: Dr. Natalie Lauer
natalie-lauer@musa-artservice.com
www.musa-artservice.de

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Erfolg auf der CeBIT: Richtige Kommunikation wichtiger als Standgröße

Immer wieder hört man von kleineren und mittleren IT-Unternehmen: „Wir gehen nicht auf die CeBIT, denn gegenüber den großen Firmen und Platzhirschen haben wir keine Chance. Da gehen wir unter. Die Messe bringt uns keine Sichtbarkeit.” Stimmt das?

"Nur wer seine Zielgruppen über alle verfügbaren Kanäle informiert und aktiv zum Besuch auf den Stand einlädt wird eine erfolgreiche Messe haben."

“Nur wer seine Zielgruppen über alle verfügbaren Kanäle informiert und aktiv zum Besuch auf den Stand einlädt wird eine erfolgreiche Messe haben.”

Nein, das Gegenteil ist der Fall. Heute sprach ich mit einem sehr kleinen Unternehmen, das auf einem Partnerstand mit einer wirklich sehr kleinen Nische präsent war, um seine Softwarelösung zu zeigen. Der Geschäftsführer äußerte sich begeistert, wie viel positive Resonanz er von Kunden, Partnern und Geschäftskontakten bekommen habe. „Seit Wochen führen wir unseren CeBIT-Auftritt in unserem E-Mail-Abspann, wir haben ihn in den Business-Netzwerken und Sozialen Medien kommuniziert und wir haben eine Pressemitteilung und eine Einladung an die Presse verschickt. Das Feedback ist Anerkennung und Achtung. Wir zeigen damit, dass wir ein Player in unserem Markt sind, der in der Oberliga spielt. Es ist ein enormer Image-Gewinn, den uns der CeBIT-Auftritt bringt. Und Last but Not least haben viele Interessenten und Journalisten einen Besuch angekündigt. Wir haben sie neugierig gemacht.”

Ich glaube, dass genau dieser Image-Gewinn ein sehr starkes Argument für einen CeBIT-Auftritt ist, auch und gerade für kleinere und mittlere Unternehmen. Sie werden gesehen! Mit seiner Präsenz auf der CeBIT zeigt ein Unternehmen, dass es dazugehört zur IT-Branche, dass es etwas zu sagen, zu zeigen und zu verkaufen hat. Und nicht untergeht in der großen Masse. Das funktioniert allerdings nur mit der richtigen Kommunikation im Vorfeld der Messe. Nur wer seine Zielgruppen über alle verfügbaren Kanäle informiert und aktiv zum Besuch auf den Stand einlädt wird eine erfolgreiche Messe haben.

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CeBIT – das ist Business-Networking offline und direkt vor Ort

Dr._Annegret_HaffaNächste Woche ist wieder CeBIT, der größte Branchentreff der Welt für die ITK-Industrie: Was macht die CeBIT seit Jahrzehnten so interessant und wichtig? Sie ist ja weit mehr als nur die Messe an sich mit ihren Ausstellern und den Konferenzen. Sie ist eine live-Plattform für alle, die Teil der ITK-Industrie sind bzw. sich für sie interessieren. Nirgendwo ist es so einfach, mit internationalen und nationalen Experten, Geschäftsführern, CxOs, Medien, Meinungsmachern, Playern und Multiplikatoren der Branche ins Gespräch zu kommen. Denn sie sind ja ohnehin da, man trifft sie auf den Ständen, bei den Vorträgen, in Workshops, auf Pressekonferenzen und den vielen Social Events.

Auch ich fahre wie jedes Jahr seit über 25 Jahren nach Hannover: Um mir ein lebendiges Bild der Branche zu machen, um Neuigkeiten zu erfahren, Trends zu erkennen und meine Einschätzungen mit anderen zu diskutieren und weiter zu entwickeln. Als langjährige Beraterin dutzender von Kunden habe ich einen diffrerenzierten Einblick in die Anforderungen und Herausforderungen für die Unternehmen, auch und insbesondere was Kommunikation, PR und Marketing anbelangt. Ich rede mit Kunden, Partnern, Medienvertretern, ich pflege meine Geschäftskontakte, nutze die Messe als Plattform für reales, nicht-virtuelles Business-Networking. Die Messe ist eine hervorragende Kommunikationsplattform und bei allen virtuellen Möglichkeiten ein effektives und modernes Kommunikations-Tool – man muss sie nur nutzen!

Wollen Sie mich in Hannover zum Branchen-Talk treffen?

Dann schreiben Sie mir unter annegret.haffa@haffapartner.de

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Referenzprogramme: Zufriedene Kunden zum Sprechen bringen

Was bekommt der Lead nach der Messe? Idealerweise ein Referenzbeispiel, das ihn auf einen Schlag überzeugt

Zufriedenen Kunden als Referenzen für PR & Marketing nutzen

 Referenzen für PR & Marketing nutzen

Wer neue Kunden überzeugen will, für den sind und bleiben Referenzen das A & O. Das weiß jeder Marketier und jeder Vertriebler. Gerade nach Messen haben konkrete Praxisbeispiele Hochkonjunktur, um aus neuen Kontakten neue Kunden zu machen.

Wenn sich Unternehmen dennoch sträuben, zufriedene Kunden in die eigene Sales- und Marketing-Kommunikation zu integrieren, dann hat das häufig einen Grund: Angst vorm Kunden. Weil der Kunde aktuell unzufrieden sein könnte. Oder weil er sich durch die Anfrage nach Unterstützung belästigt fühlen könnte. Weil er mit dem Text einer Referenzbroschüre nicht einverstanden sein könnte. Weil die Kommunikationsabteilung des Kunden ohnehin nichts freigibt. Weil es niemanden gibt, der einen substanziellen Text schreiben, geschweige denn ein Interview auf Augenhöhe mit dem Kunden führen kann. Oder weil… Ja, sicher: Das sind alles ernstzunehmende Stolpersteine auf dem Weg zu einem Referenzflyer, einer Kundenpressemitteilung, einem Praxisvideo.

Aber jetzt kommt die gute Nachricht: Mit Erfahrung und Planung lassen sich diese Hindernisse überwinden. Ein professionell aufgesetztes Referenzprogramm ist die richtige Lösung und bringt, integriert in den Vertriebsprozess, Ordnung, Transparenz und Verbindlichkeit in die Kommunikationsarbeit. Wenn einer sich auskennt, dann geht auch nichts schief. – Ich jedenfalls kenne nach Abschluss von Referenzprojekten nur glückliche Kunden und glückliche Kundeskunden.

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Facebook übernimmt WhatsApp – eine Medienschau

Foto: Sequoia Capital

Kürzlich habe ich hier mit Blick auf WhatsApp gefragt, wem eigentlich meine Telefonnummer gehört. Demjenigen, der sie in seinem Handy gespeichert hat oder mir. Nach den neuesten Entwicklungen kommt jetzt noch ein dritter Kandidat ins Spiel, und der heißt Zuckerberg.

Die Stimmung in den letzten Tagen lief nur selten in Richtung von Facebook. „Viel zu teuer“ meinte die Mehrheit derer, die auf Wirtschaftskennzahlen schauen. „Was mixen die für einen Datencocktail?“ fragten alle, denen es um Vielfalt im Social-Media-Kosmos geht.

19 Milliarden Dollar ist schon eine Menge Geld, wenn man bedenkt, dass Google 2006 1,6 Milliarden Euro für YouTube bezahlt hat (danke fürs Erinnern @uwebaltner). Für ein Unternehmen also, das immerhin niemals versprochen hat, auf Werbung zu verzichten.

Ein handgeschriebener Zettel, der über dem Schreibtisch von WhatsApp Gründer Jan Koum hängt, sorgt jetzt nämlich für mindestens so viel Furore wie die Elfmeter-Liste von Jens Lehmann bei der WM 2006 und wirft die Fragen auf: Wie kommt das investierte Geld wieder rein, ohne den Charakter von WhatsApp grundlegend zu verändern? Wie lassen sich Facebook und WhatsApp unter einen Hut bringen?

Für jene, die die letzten Tage auf einer einsamen Insel verbracht oder im Strudel der Ereignisse schlicht den Überblick verloren haben, hier eine Sammlung von Stimmen zum Thema:

Was bis letzte Woche kaum einer wusste: Es gibt auch Alternative zu WhatsApp: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/snapchat-threema-co-die-alternativen-zu-whatsapp-12812525.html

Die Süddeutsche Zeitung nutzt die Gelegenheit, den Messenger-Dienst Threema vorzustellen: http://www.sueddeutsche.de/digital/seit-facebook-deal-whatsapp-konkurrent-threema-verdoppelt-nutzerzahl-1.1894768

Facebook hat ein Schnäppchen gemacht, findet die FAZ, jedenfalls mit Blick auf die Kosten pro Kunde: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaft-in-zahlen/unternehmenswert-pro-nutzer-in-dieser-rechnung-ist-whatsapp-richtig-billig-12813948.html

Bleibt WhatsApp wirklich autonom? Das Handelsblatt versucht die wichtigsten Fragen zu beantworten: http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/facebook-uebernimmt-regie-was-der-whatsapp-verkauf-fuer-die-nutzer-bedeutet/9514844.html?utm_source=twitterfeed&utm_medium=twitter

Eine weitgehend unbekannte Wahrheit: WhatsApp ist nicht überall so populär wie hier in Deutschland. In den USA ist der Dienst eher ein Nischenanbieter – wie ich bei @fiene gelernt habe: http://www.mywebwork.de/fiene.tv/archive/2014/02/23/fiene-die-whatsapp-verrucktheit-der-deutschen/

Um Europa als Early Adopter vor den USA geht es auch hier: http://netzwertig.com/2014/02/21/riesenerfolg-ohne-us-marktdominanz-der-whatsapp-deal-veraendert-die-weltsicht-der-silicon-valley-strippenzieher/

Große Übernahmen künden Crashs an, ist „Die Welt“ überzeugt: http://www.welt.de/finanzen/geldanlage/article125058088/Fuer-Boersianer-ist-WhatsApp-das-Alarmsignal.html

Futurebiz sagt: Die Übernahem ist interessant, kontrovers und vielversprechend: http://www.futurebiz.de/artikel/der-mobile-gigant-facebook-12-mrd-300-mio-450-mio/

Und natürlich ging es immer wieder um den Ausfall von WhatsApp am Wochenende: http://www.morgenpost.de/printarchiv/wirtschaft/article125134692/Spott-und-Frust-nach-WhatsApp-Ausfall.html

Ach, Google hätte sogar noch mehr zahlen wollen? http://www.gruenderszene.de/allgemein/whatsapp-google-facebook-microsoft

 t3n ruft nach globalen Richtlinien für den Umgang mit Verbraucherdaten: http://t3n.de/news/hysterie-um-whatsapp-wechsel-530154/

 Übrigens hätte man für 19 Milliarden Dollar auch andere schöne Sachen kaufen können: http://www.schleckysilberstein.com/2014/02/dinge-die-billiger-als-whatsapp-sind/

http://mashable.com/2014/02/20/facebook-16-billion/?utm_cid=mash-com-fb-main-link

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