Praxistipp: Bilder in Newslettern

NewsletterbilderPinterest, die Facebook-Chronik – Bilder gewinnen in der Kommunikation immer mehr an Bedeutung. Auch in Präsentationen hat die visuelle Kommunikation schon länger Einzug gehalten, denn mit Bildern lassen sich schnell und einfach Emotionen wecken und erzeugen.

Und dennoch: Über die Bilder und Grafiken in Newslettern freue ich mich oft nur bedingt. Bilder in Newslettern sind wichtig, keine Frage, aber nicht immer werden sie sinnvoll eingesetzt.
Folgende Frage sollte ich mit „ja“ beantworten können, damit ein Bild oder eine Grafik in einem Newsletter-Artikel Sinn macht:  Ist der inhaltliche Bezug zwischen Text und Bildelement wirklich gegeben? Wenn das nicht so ist verwirrt ein Bild den Leser oft mehr als es ihm hilft die Botschaft des Newsletter-Artikels zu verstehen.

Ein Tipp aus der Praxis zum Schluss:

Denken Sie daran, dass interessierte Leser ihren Newsletter ausdrucken – der Großteil vermutlich in schwarz-weiß. Für die Bildauswahl heißt das: Prüfen Sie, ob das gewählte Bild oder die Grafik auch in Graustufen gut erkennbar ist.

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Medientipp: Vorbeihörvergnügen mit dem WDR Zeitzeichen

WDR_Logo_BLAU_RGBWann haben Sie sich zum letzten Mal ausführlich mit der Eroberung von Konstantinopel durch die Osmanen beschäftigt? Oder mit dem Modeschöpfer Yves Saint-Laurent? Oder mit Robert Atkins, dem Erfinder der Atkins-Diät? Noch nie – und Sie haben es auch nicht vor? Ich hatte es auch nicht vor, und habe es doch mit Vergnügen getan. So ganz im Vorbeigehen. Beziehungsweise im Vorbeihören: Im „WDR Zeitzeichen“, einem täglichen akustischen Kalenderblatt des WDR Hörfunks. Diese rund viertelstündige Sendung, seit Jahren als Podcast verfügbar, hat sich fest als Begleiter auf meinem Arbeitsweg etabliert. Ganz egal ob im Auto oder in der Bahn, die aktuellen letzten Folgen habe ich immer im iPod dabei.

Gut: Die Idee hinter dieser Programmform ist nicht ganz neu. Genauer gesagt: jahrzehntealt. Aber die meisten Alternativen langweilen. Entweder sind sie mehr oder weniger ausschließlich aus dem „Brockhaus Geschichte“ abgetippt, haben eine starke regionale Prägung oder konzentrieren sich auf wenige Themengebiete. Nicht so das „Zeitzeichen“. Es stammt offenbar von einem bunten Team von Autoren und variiert auch stilistisch vom bitterernsten Traktat bis zum postmodernen Hörspiel. Fast immer gut gemacht, meistens hörenswert, nur ganz selten zweifelhaft, tendenziös oder anderweitig ärgerlich. Und so kommt es dann eben, dass man sich gerne und nacheinander über die Gründung des VDI, über die Erstausstrahlung von „Dalli Dalli“ und über den Geburtstag des römischen Kaisers Claudius informiert. Und natürlich über die Osmanen: Sie sind übrigens dafür verantwortlich, dass aus dem griechischen Konstantinopel die türkische Stadt Istanbul wurde. Irgendwann im 15. Jahrhundert war das. Auch im Vorbeihören bleibt also durchaus etwas hängen.

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Praxistipp: Aussagekräftige Betreffzeilen schützen vor dem Spamfilter

BetreffzeileBeinahe hätte ich sie gelöscht, die Mail mit den versprochenen Fotos vom Event beim Marketingclub, denn sie ist bei mir im Ordner mit den Spam-Mails gelandet.
Wie immer vor dem Löschen dieser Mails überfliege ich kurz die Absender und die Betreffzeilen und dann weg damit.
Beim ersten Scannen der Betreffzeilen ist mir nicht aufgefallen, dass die Nachricht mit dem Betreff „Ihre Fotos“ kein Spam ist, auch die Absenderin war mir nicht bekannt. Erst ein zweiter Blick, in den diesmal relativ leeren Spam-Ordner, rettete die Mail und damit die Fotos vor dem Löschen.
Diese kleine Anekdote war der Anlass diesen kurzen Praxistipp zu Betreffzeilen zu schreiben. Auf den ersten Blick ein banales Thema, trotzdem werden immer wieder Fehler gemacht! Deshalb hier meine vier Betreff-Tipps:

  1. Nie eine Mail mit leerer Betreffzeile verschicken
  2. Worum geht es? Kurz und prägnant den Inhalt zusammenfassen. Je schneller Ihr Empfänger erkennt was in der Mail steht, desto niedriger die Gefahr des Löschens.
  3. Keine Allgemeinplätze wie zum Beispiel „Sonderangebot“, „Ihre Bestellung“, „Info“ oder wie im geschilderten Fall „Ihre Fotos“. Spamfilter suchen nach solchen Allgemeinplätzen und verschieben die entsprechende Mail in den Spamordner
     
  4.  Je klarer desto besser. Schreiben sie die wichtigsten Stichwörter möglichst an den Beginn der Betreffzeile: Der Empfänger weiß dann sofort worum es geht, auch wenn – zum Beispiel auf dem Smartphone – nicht die ganze Zeile zu lesen ist.
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Medientipp: Amüsieren mit „Beratersprech“ auf Facebook

BeratersprechDie schlimmsten, köstlichsten Formulierungen aus dem Berateralltag von Unternehmen und Agenturen findet man bei “Beratersprech” auf Facebook. Die Teilnehmer und Aktiven sammeln und veröffentlichen mit viel Spaß, Distanz und Selbstironie die vorwiegend Denglischen Sprachverbrechen aus der Beraterszene.

Die Seite ist deshalb so amüsant für alle Profis, weil die dort vorgestellten, unglaublichen Formulierungen alle aus dem echten Leben kommen. Jeder unserer Branche hat sie schon mal gehört oder sogar selbst verwendet. Es zeigt sich mal wieder: Die Realität ist durch keine Satire zu übertreffen!

Kleine Auslese:

“John hat den lead. Wenn er fein damit ist, sind wir agreed.”
“Requested ist nicht delivered. Da hättest du follow-uppen müssen.”
“Das Topic bitte eng beobachten, monitoren und reliable forecasten.”

Wenn ich mal etwas Aufheiterung im stressigen beruflichen Alltag brauche, gehe ich auf Beratersprech und checke kurz die neuesten Bonmots aus der Beratersprache.

Die Sprüche der Sprachverbrecher schärfen aber auch den Blick dafür, wie wichtig es ist, sich über gutes Deutsch Gedanken zu machen und passende Formulierungen zu finden. Andererseits: “Beratersprech” hat etwas Lustvolles, Anarchisches und Spielerisches – das sollte uns im Alltag nicht verloren gehen!

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Impressumspflicht für Unternehmen auf Facebook – So schützt man sich vor Abmahnungen

ImpressumDie Impressumspflicht für Unternehmensseiten auf Facebook ist seit langem ein Thema. Schon 2011 gab es einen richterlichen Beschluss, der Unternehmen dazu verpflichtete, auf ihren Facebook-Profilen ein Impressum einzurichten. Letztes Jahr rückte das Thema wieder in den Medienfokus, als die Binary Service GmbH aus Regenstauf wegen nicht vorhandener oder unvollständiger Impressumseinträge auf Facebook gegen ihre Wettbewerber vorging. Sie versendete damals in einer Woche rund 180 Abmahnungen.

Ende Januar entschied das Landgericht Regensburg in dieser Sache, dass ein Wettbewerbsverstoß vorliegt, wenn Unternehmen auf ihrer gewerblich genutzten Facebook-Seite kein Impressum anlegen. Dieser Verstoß kann nach § 4, Nr. 11 UWG abgemahnt werden. Dadurch ist der Weg für weitere Abmahnungen wegen nicht vollständiger Unternehmensprofile auf Facebook zunächst einmal geebnet. Unternehmen sollten deshalb schnellstmöglich überprüfen, ob ihr Profil vollständig ist und es gegebenenfalls aktualisieren.

Social-Media-Profile – Was müssen Unternehmen beachten?

Laut § 5 des Telemediengesetzes haben Unternehmen die Pflicht, gewerbliche „Informationen leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar zu halten“. Diese Informationspflicht betrifft somit auch gewerblich genutzte Profile auf Facebook. Die Unternehmensinformationen sollten hier unter einem zusätzlichen Reiter als „Impressum“ gekennzeichnet werden. Die Kategorie „Info“ zu nutzen, ist allerdings nicht ratsam. Denn greifen Facebook-Nutzer über mobile Geräte wie Smartphones oder Tablets auf das jeweilige Profil zu, werden die Informationen unter Umständen nicht richtig bzw. nicht vollständig angezeigt – auch wenn alle Unternehmensinformationen vollständig hinterlegt worden sind. Das Unternehmen muss dann eventuell mit einer Abmahnung rechnen. Alternativ haben Unternehmen die Möglichkeit, ihr Facebook-Profil direkt mit dem Impressum auf ihrer Website zu verlinken. Dann sollte das Impressum allerdings schnell und ohne viele Klicks durch den Nutzer erreichbar sein.

Weitere Infos über die Facebook-Bestimmungen zum Impressum gibt es unter folgendem Link: http://www.facebook.com/legal/terms Die Impressumspflicht gilt natürlich auch für andere Social-Media-Portale wie Google+, YouTube oder Twitter.

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Messebericht BAUMA 2013: Traditionsindustrie mit Hightech-Produkten und professioneller Kommunikation

@ Messe München

@ Messe München

Ich bin ein bekennender “Messe-Fan”. Das habe ich schon in einigen Blogbeiträgen kundgetan. In meiner Messesammlung fehlte allerdings bis jetzt der Bericht zur BAUMA in München. Dies hat schlicht und einfach damit zu tun, dass die größte Messe der Welt nur alle drei Jahre stattfindet. Es gab also vorher noch keine Gelegenheit, denn wir haben die ‚Buchstabensuppe’ erst im September 2010 aus der Taufe gehoben.

Was ist das Besondere an dieser Messe, was macht sie so faszinierend? Es ist nicht nur die schiere Größe der Messe – alle Hallen und das gesamte Freigelände sind belegt –, sondern auch die Größe mancher Exponate: Baumaschinen sind nicht nur was fürs Auge, sondern auch fürs Herz. Keiner kann sich der Faszination dieser Giganten entziehen, sie wecken Emotionen. Riesige Kräne, Bagger und Planierraupen prägen das Gesicht dieser Messe, aber auch die zahlreichen kleinen Geräte – es erinnert auf den ersten Blick ein wenig an eine Dinosaurier-Ausstellung, die neben Tyrannosaurus- und Gigantosaurus-Skeletten auch viele kleinere Exemplare zeigt.

Der Vergleich hinkt jedoch, denn die BAUMA hat rein gar nichts mit “Urzeit”, “Vergangenheit” oder ausgestorbenen Gattungen zu tun – die Branche ist höchst innovativ. Sie zeigt exemplarisch, wie sich “Old Economy” mit modernster Hightech verbindet und weiterentwickelt, um jedes nur denkbare Bauvorhaben, jedes noch so spezielle Projekt immer präziser und kostengünstiger zu realisieren.

Rein äußerlich unterscheiden sich die Baugeräte gar nicht so sehr von früheren Generationen: jede Menge Stahl, tonnenschwere Kolosse mit Rädern oder Raupen. Aber innen drin steckt Computertechnologie vom Feinsten. Nur damit ist es möglich, auf den Millimeter genau Gräben oder Gruben auszuheben, Flächen zu planieren oder Trassen aufzuschütten. High-Tech macht es möglich, den Spritverbrauch zu reduzieren, die Geräte effizienter einzusetzen, die Ruhe- und Ausfallzeiten zu minimieren. In den modernen Cockpits wird mit dem Joystick gelenkt, Computer speichern alle Geländeinformationen als 3D-Modell. Sie berechnen den Ist- und den Sollzustand des Bauvorhabens und steuern so die Maschine.

Die Hersteller sind jedoch nicht nur in Entwicklung und Produktion im 21. Jahrhundert angekommen, sondern auch in ihrer Kommunikation, in ihrem Marken- und Messeauftritt, in ihrer Kundenansprache. Sie haben erkannt, dass die Kunden nicht nur über rein rationale B2B-Argumente wie beispielsweise die technischen Features eines Geräts und den Anschaffungspreis ihre Kaufentscheidung fällen. Sie wissen zum einen, dass die Kunden die Total Cost of Ownership (TCO) berechnen: Da fließen in die Kaufentscheidung auch Lebensdauer, Spritverbrauch, Ersatzteilmanagement, Beratungsleistungen und Kundenservice mit ein. Servicequalität ist ein Key Differentiator, ein wesentlicher Faktor, um sich vom Wettbewerb abzugrenzen und Kunden zu halten. Zum anderen wissen die Hersteller, wie wichtig nicht nur die Entscheider-Ansprache, sondern auch die emotionale Beziehung zu allen Influencer-Gruppen ist; hier spielen die Fahrer eine ganz entscheidende Rolle im Kommunikationskonzept. Denn eine Baumaschine kann noch so gut sein und rentabel arbeiten, wenn die Fahrer sich damit bei der Arbeit nicht wohl fühlen, dann hat der Hersteller im Markt schlechte Karten.

Die großen Baumaschinenhersteller agieren hier höchst professionell, sie haben differenzierte Konzepte zur Zielgruppenansprache entwickelt, sie decken die gesamte Palette an Botschaften ab – von kühl kalkulierten B2B-TCO-Argumenten für Top-Entscheider bis zu sehr emotionalen Kampagnen und Aktivitäten für Fahrer und Fans inklusive Community-Building auf Social- Media-Plattformen. Sie nutzen die Messe fürs Image und für den Verkauf, um sich zu positionieren und um ihre Kunden rational und emotional anzusprechen. Mein Fazit als “Messe-Fan”: Auch die BAUMA zeigt, dass Messen nach wie vor ein wichtiger Baustein für die Kommunikation eines Unternehmens sind.

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Deutsche Sprache schwere Sprache?

Duden_NewsletterZu meinen Lieblingslektüren gehört der alle zwei Wochen erscheinende Duden-Newsletter.

Ich zähle mich ja zu den Menschen, die von sich behaupten, die deutsche Sprache gut zu beherrschen, und die geübt sind im routinierten und professionellen Umgang damit. Schon allein von Berufs wegen müssen wir als Kommunikationsprofis ja absolut sicher im Deutschen sein.

Hinzu kommt, dass mich Sprache auch generell und ganz persönlich interessiert. Das Thema ist spannend, und immer wieder gibt es Neues zu entdecken, Wissenswertes zu erfahren: von der Rechtschreibung bis zum Gebrauch von Präpositionen, von Grammatik bis Etymologie, von Kommasetzung bis Redewendungen – Sprache kommt im Duden-Newsletter in allen Facetten zur Sprache.

Der Newsletter zeigt sprachliche Klippen und Fallstricke und wie man sie sicher umgeht. Er deckt schiefe Bilder auf, erklärt feine Unterschiede in der Rechtschreibung und in der Bedeutung ähnlicher Wörter, und er ist natürlich sattelfest in allen noch so diffizilen Grammatik-, Ausdrucks- und Rechtschreibungsfragen.

Vergnüglich zu lesen sind auch die anschaulichen Beispiele zu ausgefallenen oder vertrackten Sprachfragen, da kommt der Humor nie zu kurz. Hier ein paar Fundstücke:

  • „Not“, „Boot“ oder „Kohl“: Braucht man eigentlich so viele Schreibungen für den langen Vokal?
  • Die Verwendung von „können” in Sätzen wie „Kann Steinbrück Kanzler?” sowie der Bedeutungsunterschied zwischen „anscheinend“ und „scheinbar“
  • Die Schnapsdrossel ist nicht etwa die Schwester des Schluckspechts – mit den Vögeln hat sie nichts zu tun. Der Name kommt vielmehr von Drossel (Kehle), von der sich auch das Wort erdrosseln ableitet.

Beim Lesen des Duden-Newsletters erfahre ich, wie viel ich noch nicht weiß über unsere Sprache, wie hochkomplex sie funktioniert, wie logisch und gleichzeitig unlogisch sie ist, wie Theorie und Praxis harmonieren oder Umgangs- und Schriftsprache auseinanderdriften. Ich lerne wirklich noch eine ganze Menge, und auch wenn ich das Deutsche sicher und korrekt anwende, finde ich es hilfreich, die Regeln zu kennen, die dahinterstehen und es begründen.

Kann ich jedem sprachinteressierten Menschen nur empfehlen!

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Hannovermesse: Industrie 4.0 – das Spiel mit den Fantasien und Visionen

hm_Logo_colDie diesjährige Hannovermesse hatte wie jedes Jahr einiges an Prominenz und Neuheiten aufzubieten. Den Auftritt der Kanzlerin und von Russlands Präsident Putin sowie die damit verbundenen teilweise sehr anschaulichen Demonstrationen habe ich zwar knapp verpasst – aber das Top-Thema Industrie 4.0 dominierte ohnehin die Schlagzeilen. Industrie 4.0 – das ist die große Verheißung für sämtliche Player aus Industrie, Elektronik und IT, wenn auch viele Marktteilnehmer noch keine so rechte Vorstellung davon haben was genau man darunter eigentlich versteht.

In der Forschung ist man da offensichtlich schon recht weit gediehen: So präsentiert unter anderem das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) bei der Hannovermesse mit einer “Smart Factory” im Kleinformat, wie das Thema “Industrie 4.0″ in der konkreten Umsetzung aussehen kann. Für die Industrie bedeuten diese und andere Zukunftsentwürfe eine große Verheißung – und attraktive Umsatzpotenziale. Gerade die IT kann sich über die Digitalisierung der industriellen Prozesse einen ganz neuen Sektor erschließen, und damit in der Fertigung nachholen, was in anderen Branchen schon längst ganz und gäbe ist.

Wenn Industrie 4.0 Realität werden soll, müssen sich jedoch zunächst die Akteure vernetzen. Konsequenterweise sind hier die großen Verbände auch bereits aktiv geworden: Die Verbände BITKOM, ZVEI und VDMA haben die Plattform Industrie 4.0 ins Leben gerufen. Zu den Zielsetzungen dieser Plattfom zählt laut Presseberichterstattung die Förderung der branchenübergreifenden Zusammenarbeit beim Thema Industrie 4.0 sowie die Unterstützung der wirtschaftlichen Umsetzung.

Bei soviel Zukunftseuphorie darf natürlich auch die politische Prominenz nicht fehlen – die jedoch angesichts der präsentierten Konzepte, Technologien und Produkte irgendwie blass blieb. Eine wesentliche Frage im Kontext des immer schneller werdenden technologischen Wandels und der damit verbundenen Veränderungen der Arbeitswelt blieb jedoch in der Luft hängen, wurde aber durchaus von den Medien thematisiert: Was bedeutet das Arbeiten in der Fabrik der Zukunft für die Mitarbeiter, insbesondere für die weniger qualifizierten? Die Aufgaben im Kontext von Industrie 4.0 werden immer anspruchsvoller; welche Anforderungen entstehen daraus in punkto Aus- und Weiterbildung? Nun, die Unternehmen werden für dieses Thema jeweils ihre eigenen Lösungen finden. Von der Politik war dazu bislang nichts zu hören – oder habe ich da etwas übersehen?

Fazit: Industrie 4.0 ist ein spannendes Thema und eine enorme Herausforderung für alle Beteiligten. Gern hören wir zukünftig auch ein paar Antworten auf die Frage, wie dieses Mammutvorhaben auch im Hinblick auf diejenigen umgesetzt werden soll, die es letztlich durchführen müssen – die Mitarbeiter. Denn da bleibt noch viel zu tun – für die Unternehmen, aber auch die Politik!

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Was ich am liebsten lese…

Die Frage ist für mich eigentlich erst mal ganz einfach zu beantworten: alles.
Bei genauerem Hinsehen und der Betonung auf „am liebsten“ würde ich mich dann aber bezüglich des Themas für mein zweitliebstes Hobby neben dem Lesen entscheiden: das Kochen. Egal ob als Buch, Internetseite oder Fernsehsendung, wenn es etwas über Kochen und Backen gibt, interessiert mich das immer. Ich stöbere gern in Antiquariaten nach alten Kochbüchern, kaufe im Ausland sogar Kochbücher in Landessprache, die ich zu Hause dann mühsam übersetze, ich bin bei den gängigen Internet-Rezept-Seiten angemeldet und Sendungen wie „Land & Lecker“ oder „Die Lieblingsgerichte der Hessen“ versuche ich nicht zu verpassen.

postausmeinerkueche1Vor ein paar Monaten habe ich im Internet aber eine tolle Aktion entdeckt, die mir besonders gut gefällt. Ehrlich gesagt, bin ich fast neidisch, dass mir so was nicht eingefallen ist: „Post aus meiner Küche“ heißt die Website.
Sie wurde von 3 Bloggerinnen gestartet, die der Meinung sind, dass sich „Glück verdoppelt, wenn man es teilt“: Alle 2 Monate wird auf dem Blog ein neues Thema bekanntgegeben, man meldet sich über ein Formular an und bekommt einen Tauschpartner zugelost. Jetzt noch zum Thema passende Rezepte suchen, die auch verschickbar!!! sind, alles zubereiten und schön verpacken und dann zu einem festgelegten Termin an den Tauschpartner senden.
Keine Frage, eine geniale Idee: Kochen und Backen und die Ergebnisse verschicken macht schon einen Riesenspaß, allein die Rezeptauswahl, die Vorbereitungen und das Verpacken der Köstlichkeiten finde ich super.
Noch spannender ist es, auf die „Küchenpost“ zu warten, das Paket auszupacken und die Leckereien zu kosten, fast wie Weihnachten.
Die Rezepte und Fotos beider Pakete werden dann immer gleich in der Rubrik Rezepte auf unserem Blog veröffentlicht.
Ich freue mich jedes Mal auf eine neue Runde, auf ein neues Thema und einen neuen Tauschpartner. Schließlich ist es toll, nicht nur Rezepte, sondern auch fertige Ergebnisse mit Menschen, die das gleiche Hobby haben, zu tauschen, mit den eigenen „Geheimrezepten“ andere zu erfreuen und selbst neue Back- und Kochideen gleich mit Verkostung zu ergattern. Nützliche Tipps gibt’s gratis dazu und auch die Ergebnisse der anderen Tauschgemeinschaften kann man auf Pinterest bewundern (und oft auch noch tolle Blogs und Rezepte finden). Also ein großes Lob an die 3 Initiatorinnen, macht weiter so.

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Medientipp – ‚Mad Men’ eine amerikanische Fernsehserie

MadMenDie Zeiten in denen ich keine Folge der Lindenstraße verpasst habe sind schon lange vorbei und auch die aktuellen Soaps interessieren mich absolut nicht. Nein, ich bin wirklich kein Serien-Junky. Trotzdem habe ich mir mit Begeisterung alle Folgen von ‚Mad Men’ angeschaut.

In der Serie geht es um das Leben und Arbeiten der Angestellten einer New Yorker Werbeagentur in den sechziger Jahren. Für mich als Agenturmensch ist es zum einen interessant zu sehen, wie die Agentur im Markt agiert. Wie sie mit Kunden umgeht und wie sie neue Kunden gewinnt. Vieles kommt mir sehr bekannt vor, aber Vieles würde heute definitiv nicht mehr den Compliance-Regeln entsprechen. Denn – so erklärt es Wikipedia: „Die Handlung ist eng in den sozialen und kulturellen Kontext der Zeit eingebettet, wobei insbesondere die damaligen gesellschaftlichen Hierarchien, die traditionellen Geschlechterrollen, sowie der von wirtschaftlichem Aufschwung und Fortschrittsgläubigkeit getragene Lebensstil der 1960er Jahre wichtige Motive sind.“ Genau darin liegt für mich der eigentliche Reiz der Serie. Was mich fasziniert ist der völlig andere soziale Rahmen, in dem ‚Mad Men’ spielt. Es ist erstaunlich, wie sich unsere Einstellungen seit den 60ern bis heute verändert haben: Von wegen ‚Rauchen schadet Ihrer Gesundheit!’ Jeder qualmt immer und überall. Im Meeting, beim Essen, im Restaurant, im Bett etc..

Eine gut bestückte Bar – nein nicht mit verschieden Säften oder einer breiten Mineralwasser-Auswahl, sondern mit Whisky, Wodka, Cognac oder Gin – gehört zur Grundausrüstung jedes Büros. Und sie wird auch den ganzen Tag über ausgiebig genutzt. Selbstverständlich verzichtet auch eine Schwangere nicht auf ihre geliebte Zigarette, und ein Glas Whisky trinkt sie selbstverständlich dazu. Die Frauen in der Agentur arbeiten als Sekretärinnen. Sie sind in der Regel nicht verheiratet und ihr Karriereziel ist es, einen der erfolgreichen Werber zu ergattern. Dann wird Frau Hausfrau, man bekommt Kinder und zieht in die Vorstadt. Farbige, die in der Agentur arbeiten, sind die absolute Ausnahme. Normalerweise haben sie Jobs als Taxifahrer oder Fahrstuhlführer, aber nicht in der Werbung.

‚Mad Men’ macht auf unterhaltsame Art deutlich wie sehr sich unsere Gesellschaft in den letzten 50 Jahren verändert hat. Sie ist politisch korrekter geworden, sie ist viel weniger hierarchisch und sie ist viel offener geworden. Für mich, der ich mich noch gut an das Leben in den 60ern erinnern kann, ist dies eine sehr positive Erfahrung, die Hoffnung macht.

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