Praxistipp: Das braucht ein Newsletter den man gerne liest

Newsletter_2Ob für Kunden, Mitarbeiter oder Interessenten: Ein E-Mail-Newsletter ist ein äußerst wirksames Kommunikationstool, vorausgesetzt er wird auch geöffnet und gelesen. Allerdings: Damit ein Newsletter nicht nur den Maileingang überschwemmt sondern auch geöffnet, gelesen und im besten Fall sogar erwartet wird, gilt es, zwei wichtige Grundregeln zu beachten:
Du sollst nicht langweilen und
Du sollst nicht spammen!

Das bedeutet in der Praxis: Ein Newsletter ist kein Abfallprodukt aus Texten, die eh‘ schon vorhanden sind, sondern er braucht eine eigene Redaktion. Denn seine Inhalte müssen optimal auf den Leser zugeschnitten sein und es müssen Themen behandelt werden, die für den Adressaten informativ oder unterhaltsam sind – am besten beides! Damit dies gelingt, ist es als erstes nötig, die Zielgruppe genau zu definieren.
Wen will ich erreichen?
Wer soll Informationen von mir bekommen?
Wer soll was von mir wissen?
Danach stellen sich die – zugegeben nicht immer einfach zu beantwortenden – Fragen:
Was interessiert diese Zielgruppe?
Was bringt den Lesern Nutzen?
Was unterhält oder amüsiert sie, welche Themen gehören in meinen Redaktionsplan?
Wenn jetzt noch auf eine gute Schreibe und ein einfach lesbares Layout geachtet wird – zum Beispiel keine helle Schrift auf dunklem Hintergrund –, passt die Sache.

P.S.: Zusatznutzen bringen integrierte Links und zur Auflockerung darf es auch gerne was zum Schmunzeln sein; aber bitte nicht krampfhaft witzig.

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Zurück zu den Anfängen – Communication Management und Postmoderne PR

CommunicationManagement_7„Communication Management“ – dieser Begriff fällt oft, wenn es darum geht, was denn die „klassische PR“ in der Unternehmenskommunikation in Zeiten von Web 2.0 und Social Media ablöst.
Nein, ich halte das nicht für ein weiteres hohles Schlagwort.
Im Gegenteil: Es lohnt sich wirklich, darüber nachzudenken, was das „Managen der Kommunikation“ für uns Kommunikationsarbeiter – sei es in Unternehmen oder Agenturen, sei es für interne oder externe Kommunikation – bedeutet.

Dahinter steht für mich der Gedanke, dass Kommunikation etwas mit Dialog und mit dem Einbinden aller „Teilnehmer“ am Dialog (Mitarbeiter, Kunden, Partner etc.) zu tun hat: Es geht also um Stakeholder Management, um Community Management, um Netzwerk-Management. Das ist weit mehr als Content Management, denn hier muss im besten Fall mit Menschen in Dialog getreten werden – die Interaktion mit Menschen steht im Mittelpunkt, und unter Kommunikation darf auf keinen Fall „vom (Unternehmens-)Sender zum Empfänger“ verstanden werden.

Das heißt beispielsweise, dass man die Stakeholder nicht „managen“ sollte – diese werden sich auch kaum managen lassen. Besser ist: Erst zuhören, dann mit ihnen gemeinsam Themen entwickeln. Die Interaktion ist wichtiger als die herkömmliche einseitige Kommunikation. Die Interaktion, die vielfältigen Interaktionen mit den unterschiedlichsten Zielgruppen – das ist es, was gemanagt werden soll und muss im Rahmen eines professionellen Communication Management.

Und da kommen wir doch wieder zu den Ursprüngen der PR, zur ganz klassischen Definition: Ob man PR als „true relations, not sales“ definiert oder als Informationsaustausch und Dialog im Sinne von „mutual benefits“, da sind wir ganz nahe an den Anfängen. Hier ist die Brücke zum Content Marketing bzw. zum Content Management: Für diese ehrlichen Beziehungen zum Nutzen aller braucht man gute Geschichten, gute Inhalte, die natürlich auch professionell erstellt und gemanagt werden müssen. Der Communication Manager muss dafür ein breites Wissen haben und auch die strategischen Positionen und Ziele kennen. Und genau das war und ist die Kernkompetenz der PR: Strategien, Inhalte und Botschaften kennen, ebenso Kommunikationskanäle, Medien und Plattformen einschließlich der Social Media, Zielgruppen, Stakeholder und Öffentlichkeiten kennen und wissen, wie man einen vertrauensvollen Dialog mit diesen pflegt.

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Gastbeitrag: Frauennetzwerke – Ein Lagebericht

Rollenbild„Männer pflegen ihr Netzwerk, Frauen ihre Familie.“

Diesen Ausspruch bekam ich kürzlich im Zusammenhang mit Frauen und Netzwerken zu hören.
Ist es möglich, dass sich die Frauen mit ihrer Kompetenz hinter der Familie verschanzen und deshalb nicht in den Führungsetagen und auf den Konferenzbühnen vertreten sind? Unsinn!
Männer netzwerken und Frauen auch – nur sind sie noch nicht gut genug miteinander vernetzt.
Grund dafür ist ihr unterschiedliches Netzwerkverhalten.

Männer pflegen ihr Netzwerk, Frauen gründen eins
Freimaurer, Burschenschaften, Turnvereine – Männerbünde sind so alt wie die Menschheit. Da sich viele Frauen in den typischen Boys-Clubs nicht willkommen fühlen, gründen sie eigene Netzwerke oder werden dort Mitglied – vor allem in klassischen Männerdomänen wie der Techbranche. Als Beispiele seien hier die Digital Media Women, webgrrls oder auch firmeninterne Netzwerke wie “Women in Pole Position” (WIPP) bei Daimler genannt. Mitglied in einem Verein zu sein, bedeutet nicht, ein Netzwerk zu haben. Das lebt vom eigenen Engagement und der gegenseitigen Förderung und Empfehlung. Das gut gepflegte Adressbuch, der informelle Austausch sind dabei wichtiger als eine Vereinsmitgliedschaft.

Männer pflegen ihr Netzwerk, Frauen tauschen sich untereinander aus
Im Joballtag allein unter Männern entsteht das Bedürfnis, sich mit anderen Frauen nach dem Motto „Liegt es an mir oder sind es die anderen?“ auszutauschen. Der Erfahrungsaustausch oder ein gemeinsames Anliegen stehen oft im Vordergrund der Netzwerkgespräche, nicht die eigene Karriere. Selten greifen Frauen zum Hörer und formulieren konkrete Anliegen an andere, um selbst fachlich weiterzukommen. Dabei ist es wichtig, nicht zum besseren Mann werden zu wollen, sondern sich besser zu positionieren und beherzt Chancen zu ergreifen.

Netzwerke – vereinigt euch!
Die Realität ist, dass Frauen und ihre fachlichen Kompetenzen an den entscheidenden Stellen immer noch nicht sichtbar genug sind, sei es auf Führungsebene, auf den Bühnen von Konferenzen oder in den Medien. Hier ist Lobbyarbeit nötig. Das Umparken in den Köpfen findet nicht von alleine statt. Deshalb braucht es viele Netzwerke, die untereinander gut vernetzt sind – nicht nur Frauennetzwerke. Gemeinsam geht es leichter!

Maren MartschenkoMaren Martschenko arbeitet als freiberufliche Markenberaterin und hat 2012 das Münchner Quartier der Digital Media Women http://www.digitalmediawomen.de/ mitgegründet.
Das Blog der DMW ist eines der führenden Konferenzblogs der digitalen Szene in Deutschland.
Sie fördern nur Konferenzen mit einer Medienpartnerschaft, die auch Frauen auf der Bühne haben.
Die Ausrede „Es gibt keine Frauen“ gilt nicht mehr. Die DMW setzen bei ihrer Arbeit stark auf Kooperationen mit anderen Netzwerken und Organisationen.

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Content Marketing: Vorhandenes Material richtig nutzen

ContentMarketing_3„Wir möchten in die Presse, aber wir haben keinen geeigneten Content dafür!“ Ok, das sind schlechte Voraussetzungen für gute PR-Arbeit. Aber gibt es das wirklich: Unternehmen ohne Content?

Keine Technologien, Lösungen, Produkte und Dienstleistungen, keine Whitepaper, Broschüren, Videos, Best Practices, Use Cases, Produktinformationen, Studien oder Infografiken, um die herum man Geschichten erzählen könnte? Kaum möglich! Deshalb die gute Nachricht: Sie haben Content! Die Herausforderung liegt darin, ihn zu sichten, zu qualifizieren und daraus gute Geschichten für die Medien zu entwickeln (mehr zum Thema Storytelling finden Sie beispielsweise hier).

Um beispielsweise aus einem technischen Whitepaper einen Fachartikel für die Presse zu entwickeln, braucht es neben dem Verständnis der Technik, dem Kennen der Medienlandschaft sowie des Mediums und der Zielgruppen eine Portion Kreativität und natürlich Schreibkompetenz.

Am Anfang stehen folgende Fragen: Was interessiert die Zielgruppe überhaupt? Was ist für sie besonders wichtig? Welche Informationen helfen ihr weiter? Um dann einen passenden Artikel zu entwickeln, braucht es eine Portion Kreativität: Was sind interessante Geschichten, die sich aus dem Whitepaper extrahieren lassen? Ein ordentlicher Schuss Technikverständnis ist besonders wichtig, denn nur wer die Funktionsweise der Technik begreift, kann einen auf die Zielgruppe zugeschnittenen Artikel mit der richtigen technischen Tiefe verfassen. Drittens: Schreibkompetenz (schreiben können ist leider nicht gleich schreiben können). Der Fachbeitrag muss flüssig laufen und journalistische Qualitätsstandards einhalten. Dafür wird das Whitepaper umgekrempelt: Zuallererst fliegen werbliche Formulierungen raus. Ist die Geschichte interessant erzählt und bietet einen Mehrwert, mag der Leser sie auch bis zum Ende lesen. Und natürlich ist ein Überblick über die Presselandschaft wichtig, damit der Artikel entsprechend verwertet werden kann: Welches Blatt bedient die passende Zielgruppe und hat Interesse für das jeweilige Thema?

Content für die Pressearbeit ist in jedem Unternehmen meist in ausreichendem Maße vorhanden. Die große Herausforderung liegt darin, ihn hochwertig, zielgruppengerecht, lesefreundlich, kreativ und mit Technikverstand aufzubereiten und „an den Mann“ zu bringen.

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Ohne Partizipation keine Akzeptanz, ohne Werte keine erfolgreiche Kommunikation – 2. Bericht von der ECC 2014

ECCWarum ist es wichtig, als Kommunikator nicht nur zu planen, zu machen und zu messen, sondern auch mal nachzudenken über Ziele und Werte, über das, was hinter all dem Handeln steht?

Zu diesem eher theoretisch-reflektierenden Themenkomplex hat mir die European Communications Convention (ECC ) wertvolle Anregungen gegeben.

Weil ich diese Fragen für sehr wichtig halte und weil ich glaube, dass wir davon mehr lernen können als von Best Practices, möchte ich im zweiten Teil meines Blogs zur EEC als weitere Highlights auswählen:

1. Den Vortrag von Gernot Brauer, der über die Gründe des Scheiterns der Bewerbung Münchens für die Olympischen Winterspiele 2018 referierte. Seine nüchterne Analyse, warum es nach dem „Sommermärchen“ der Fußball-WM kein „Wintermärchen“ gab: Weil es keinen echten Dialog mit den Öffentlichkeiten gab; weil es keine Transparenz gab. Breuers These kann ich voll und ganz unterstützen: Akzeptanz fußt auf Beteiligung, und ohne Partizipation wird es keine Akzeptanz geben. Das ist eine wichtige Erkenntnis für Kommunikationsprofis, die auch in anderen Diskussionen der Konferenz immer wieder deutlich wurde: Heute geht es um mehr als „Von-sich-weg-Kommunizieren“, ja sogar um mehr als „Dialog“: Die Öffentlichkeiten wollen – zu Recht – partizipieren. Und meine Meinung ist: Die professionellen Kommunikatoren sollen mehr als froh sein, dass wir diese emanzipierten Öffentlichkeiten haben.

2. Den kritischen, reflektierten Vortrag von Jean-Pierre Beaudoin, Strategic Counsellor Burson-Marsteller, zum Thema Corporate Social Responsibility und unternehmerische Verantwortung: Er ging hart mit den Unternehmen ins Gericht, bei denen oft genug der Zweck die Mittel heiligt, die weder „Social“ sind noch „Responsibility“ zeigen. Es fehle an Respekt und Legitimität. Fazit: CSR braucht klare Regeln. Und CSR muss Teil der unternehmerischen Verantwortung werden.

3. Die hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion im Kloster Ettal zum Thema „Ethik in der Kommunikation“: Was können Kommunikatoren von den Regeln der Benediktiner lernen? Ich habe mitgenommen:

  • Zuhören, denn nur so kann man etwas lernen und den anderen verstehen, und
  •  „Discretio“, die Unterscheidung zwischen Wichtigem und Unwichtigem, und
  • Wahrhaftigkeit als Basis für Glaubhaftigkeit und Vertrauen.

Gibt es einen Widerspruch zwischen ethischem und wirtschaftlichem Handeln? Gibt es – bei allen kulturellen Unterschieden – weltweit geltende ethische Leitlinien? Warum steht gerade die PR so oft im Kreuzfeuer der Kritik, warum wirft man ihr „unethisches Verhalten“ vor? Kann man Unternehmen unethisches Handeln vorwerfen, oder sind es die einzelnen Menschen, die sich unethisch verhalten? Braucht man Compliance-Regeln und rechtlich fixierte Codices, um ethisches Handeln durchzusetzen? Wie wirksam sind Ethikkommissionen und andere moralische Instanzen, die unethisches Verhalten aufdecken und kritisieren?

Ich lasse diese Fragen einfach mal im Raum stehen. Sie zeigen, dass die Auseinandersetzung mit ethischen Fragen in der Kommunikationsbranche eine große Rolle spielt – und das ist gut so. Mit Paragrafen und juristischen Mitteln lässt sich ethisches Verhalten nicht durchsetzen. Wichtig ist mir auch: Public Relations meint „true relations“, es geht um den Aufbau ehrlicher Beziehungen, nicht um Marketing und Verkauf (das sind andere Disziplinen). Das Ziel einer „guten“ Kommunikation – ich greife hier die Stichworte Wahrhaftigkeit, Transparenz, Dialog und Partizipation auf – lässt sich nicht über Verordnungen erreichen, sondern über gemeinsame Werte und das Suchen nach dem richtigen Weg.

Mehr dazu auch auf Facebook und Twitter

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Corporate Social Responsibility: Schweigend Gutes tun ist ehrenvoll – wer die Gesellschaft bewegen will, muss aber den Mund aufmachen

© scusi - Fotolia.com

© scusi – Fotolia.com

Man solle sich zurückhalten, mit seinem CSR-Engagement an die Öffentlichkeit zu gehen – das war ein Ratschlag bei der letzten Edition Ehrbar der IHK am 23.6. in München. Corporate Social Responsibiliy im versteckten Kämmerlein? Das ist sicher ehrenwert. Und bestimmt auch weniger gefährlich, weil man so garantiert jedem Greenwashing-Verdacht und jedem Shitstorm aus dem Weg geht. Ich sehe das trotzdem anders. Und zwar nicht, weil ich Unternehmen raten möchte, sich selbst zu beweihräuchern. Sondern weil die Öffentlichkeit positive Impulse braucht. Ideen, an denen sich andere ein Beispiel nehmen können. Unternehmertum als gesellschaftliche Verantwortung zu verstehen, die über Gewinnmaximierung hinaus geht und auch über das Wohlergehen der eigenen Belegschaft, das ist sicherlich eine Grundveranlagung, die einer hat oder eben nicht. Und die er in der DNA seines Unternehmens ablegt. Den Willen zur Verantwortung auch abzurufen, das ist auch eine Frage der richtigen Impulse – und dafür braucht es Öffentlichkeit.

Und es gibt noch einen zweiten Aspekt, der vor allem im B2C zu Tage tritt: CSR muss immer auch heißen Consumer Social Responsibility. Wenn es zum Beispiel darum geht, Textilien human herzustellen, Fleisch und andere Lebensmittel nachhaltig zu produzieren (auch ein Aspekt von CSR), dann funktioniert das nur, wenn es Unternehmen gelingt, ihre Kunden mit ins Boot zu holen. T-Shirts, die nicht aus dem Sweatshop stammen, sind teurer, müssen teurer sein. (Auch wenn natürlich nicht alles Teure automatisch unter menschenwürdigen Bedingungen entstanden ist). Den Mehrpreis müssen die Verbraucher zu tragen bereit sein – und das kann nur gelingen, wenn sie von dem Nachhaltigkeitsziel des Unternehmens 1. wissen und es sich 2. zu eigen machen. Wenn einer mit fair erzeugten Sneakers pleite geht, ist niemandem geholfen. Also: Unternehmen sollen mit ihrem Engagement raus an die Öffentlichkeit. Und wer professionell kommuniziert, kann das auch tun, ohne dass es peinlich wird, aufgesetzt oder egozentrisch. Agenturen sind an dieser Stelle gute Sparringspartner mit neutraler Außensicht, die beraten, welche CSR-Aspekte eines Unternehmens sich vor dem Hintergrund welcher Zielsetzung wie kommunizieren lassen. Tu Gutes und rede darüber – die Mutter aller PR-Platituden bleibt lebendig.

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So geht Kommunikation für Produkte, die man nicht anfassen kann – Bericht von der ECC 2014

Sandra Nulty, Associate Director, Global Brand Management, Allianz SE INDOC-Film GmbH

Sandra Nulty, Associate Director, Global Brand Management, Allianz SE
© INDOC-Film GmbH

Hinter mir liegt ein höchst interessantes, inspirierendes Kommunikations-Wochenende: Auf der European Communications Convention vom 19. bis 21. Juni habe ich enorm viel Neues über Kommunikation in Theorie und Praxis erfahren, Kommunikationsprofis aus Europa und Asien kennen gelernt und natürlich selber ganz viel kommuniziert.

Ich kann hier unmöglich über alle Vorträge, Workshops, Paneldiskussionen, Referenten und Themen berichten, möchte aber ein Highlight herausgreifen: Den Vortrag von Sandra Nulty von der Allianz, verantwortlich für das Global Brand Management des Versicherungskonzerns.

Sie zeigte, wie sich über Sport-Sponsoring und eine geschickte Verknüpfung von realer Präsenz und digitalen Aktivitäten ein „nicht-anfassbares“ Produkt wie eine Versicherung in die Breite kommunizieren und positiv besetzen lässt.

Klar, das geht im B2C leichter als im B2B. Im Ergebnis stehen jedoch für mich wieder einmal einfache Erkenntnisse, die jeder Kommunikationsprofi berücksichtigen sollte:

  1. Nicht alle Ziele und Botschaften in ein Tool packen. Also entweder Reputation oder Sales, entweder Vertrauen aufbauen oder Repositionierung, entweder Awareness oder Engagement.
  2. Das Geheimnis des Erfolges im Internet ist absolute Einfachheit und Klarheit.
  3. Dort präsent sein, wo die Zielgruppen es sind, also konkret z.B. bei Bayern München oder dem FC Barcelona – kaum einer geht direkt auf die Allianz-Website. Von den Vereins-Websites aus muss man die Impulse geben für die vier Kommunikationsziele Awareness, Reputation, Consideration und Purchase.
  4. Ein Content-Kalender ist „lebenswichtig“! Wann welche Inhalte publiziert werden, muss im Einklang mit der Unternehmensstrategie stehen, muss unternehmensinterne (z.B. Hauptversammlung) und auch politisch-soziale Gegebenheiten (z.B. Gesetze, Wahlen) berücksichtigen und muss deshalb sorgfältig geplant werden.
  5. Leben mit der Tatsache, dass man nicht alles planen, vorhersagen und messen kann: „Don’t be afraid to fail“; ein Test lohnt sich in jedem Fall, aber ein Krisenplan gehört auch dazu.

So viel fürs Erste. Noch mehr „Key Findings“ ;-)  und „Learnings“ ;-)  von der ECC demnächst hier in der Buchstabensuppe. Mehr zur ECC auch auf Facebook und Twitter.

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Content Marketing unterstützt den Vertrieb, aber nicht jeder Inhalt passt!

ContentMarketing_1Dass im Content Marketing der Content die zentrale Rolle spielt – ja, das ist doch jedem Marketier klar, oder? Und dass guter Content kein Selbstzweck ist, sondern fürs Marketing und für den Vertrieb, konkret für die Lead-Generierung mit maßgeschneiderten Lead-Generierungs- und Lead-Nurturing-Programmen notwendig ist – alles klar, soweit so gut.

Doch das Thema hat seine Tücken: In der Regel haben Unternehmen eine ganze Fülle von Dokumenten, Datenblättern, Whitepapern, Fachartikeln, Best Practices, Use-Cases, Produktinformationen, Grafiken, Hintergrundmaterial, Videos und vieles mehr. Die Frage ist, wie man zielführend und effektiv mit diesem Content umgeht, wie man ihn richtig für Marketing und Vertrieb nutzt. Wie man ihn qualifiziert entsprechend den Interessen der potenziellen Leads, der potenziellen Kunden.

Welche Information eignet sich für wen in welcher Phase des Verkaufsprozesses? Geht es darum, überhaupt erst einmal Interesse für ein bestimmtes Thema zu wecken, möchte man bei den anvisierten Entscheidern Überzeugungsarbeit leisten, sein Wissen zu einem bestimmten Thema vertiefen oder gar die entscheidenden Impulse für die Kaufentscheidung geben? Je nach Phase im Sales-Prozess bzw. je nach Interessenslage des potenziellen Kunden braucht man unterschiedliche – jeweils passende – Inhalte. Das bedeutet in der Praxis: Zu einer erfolgreichen Content-Marketing-Strategie gehört als erstes eine umfassende Bestandsaufnahme vorhandener Inhalte. Dann folgt die Qualifizierung dieser Inhalte entsprechend dem jeweiligen Kommunikationsziel und last but not least gilt es, bestehende Lücken zu schließen und fehlende Inhalte neu zu erstellen. Content ohne Strategie ziellos „hinaus zu blasen“ macht definitiv keinen Sinn.

In diesem Zusammenhang noch eine Tipp für alle internationalen Unternehmen: Das leidige Thema Lokalisieren wird zu oft nicht mit dem nötigen Respekt betrachtet. Reine Eins-zu-eins-Übersetzungen reichen nicht aus. Es geht darum, den Text so zu anzupassen, dass er im jeweiligen Kulturkreis bzw. Business-Umfeld verstanden wird. Also daran bloß nicht sparen!

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Messebericht IFAT 2014: Vom Gullideckel in die Cloud

IFATDie IFAT ist die Weltleitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft; sie findet alle zwei Jahre in München statt. Der Name leitet sich von der ursprünglichen Messebezeichnung Internationale Fachmesse für Abwassertechnik ab. Eine reine B2B-Fachmesse also, sehr groß und  international. Zielgruppen sind Versorger, Privatwirtschaft und Öffentliche Hand, fachlich geht es um Umwelttechnologien mit speziellem Fokus auf Wasser/Abwasser, Abfall/Rohstoffwirtschaft. Wie die Hannovermesse  über das Thema „Industrie 4.0“ produzierendes Gewerbe, Hightech und IT zusammenbringt, so ist auch die IFAT eine Hightech-Messe, die unter ihrem Dach Hersteller von Kanalisations-Einstiegsschächten über Anbieter von intelligentester Sensorik- und Messtechnik  bis hin zu Softwareherstellern fast alle Industriezweige vereint.

Die IFAT passt  also par excellence zu den Themen, Zielgruppen und Kompetenzen unserer Agentur.  Und, es dürfte inzwischen ja bekannt sein, ich bin und bleibe Messe-Fan.  Auch diese Messe ist ein echter Branchentreff, hier kommen Experten und Entscheider aus der ganzen Welt und aus den unterschiedlichsten Branchen zusammen: Unternehmen, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben, die aber mit ihren Produkten und Lösungen allesamt dazu beitragen, die Wasserversorgung, die Abfallwirtschaft, die Rohstoffwirtschaft, die kommunale Versorgung mit all ihren Prozessen und Aufgaben besser und effizienter zu machen. Die IT, Big-Data-Anwendungen, intelligente Software zum Messen, Steuern, Regeln und Auswerten der vielen Daten rund um Energie- und Wasserversorgung leisten hier einen entscheidenden Beitrag.

In diesem Umfeld zeigt sich ganz klar: Unternehmen, die in diesem Umfeld erfolgreich kommunizieren wollen,  können ihre Produkte und Lösungen  nicht einfach „in den Raum stellen“ oder „so wie immer“ präsentieren. Sie sind gefordert, den Bezug zum Messethema herzustellen, den Nutzen für genau diese Anwendungen in den Bereichen Wasser,  Abfall, Rohstoffe aufzuzeigen,  und sie müssen die Entscheider in Kommunen, Bund- und Ländern sowie Versorgerunternehmen gezielt ansprechen – mit den Argumenten, die für die jeweilige Zielgruppe relevant sind. Sie müssen unterscheiden, ob und wie ihre Lösungen primär für den hochentwickelten deutschen beziehungsweise europäischen Raum sinnvoll sind oder wie sie in Schwellen- und Entwicklungsländern eingesetzt werden können. Die kommunikativen Aufgaben sind also durchaus groß und vielschichtig. Dies zu beobachten, hat den Messebesuch für uns  aber auch spannend, informativ und anregend gemacht.

P.S.: Ich finde, dass die meisten Aussteller diese spezifischen Kommunikations-Anforderungen ganz gut umgesetzt haben.  Klar, Optimierungspotenzial gibt es immer, dafür sind wir ja da.

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Kommunikation verbindet! European Communications Convention ’14

Internationaler Austausch der Kommunikationsprofis vom 19.-21. Juni in München

ECC-LogoWir sehen und erleben jeden Tag, welche große Rolle die Kommunikation in unserer globalisierten Welt spielt. Wirtschaft, Kultur, Sport und Politik sind grenzübergreifend, international, sie verbinden Menschen, Nationen und Kulturen. Bei allem Zusammenwachsen sehen und erleben wir aber auch, wie viel Konfliktpotenzial es gibt, wie viele Missverständnisse, „Cultural Clashes” und Differenzen: Die Menschen, die Regionen, Nationen und Kulturen haben unterschiedliche Interessen und Positionen. Klassiker in diesem Kontext sind beispielsweise das Verständnis von Pünktlichkeit bzw. Zeit sowie die Bedeutung von Smalltalk, Frage nach Familie und Kindern oder Politik im Umfeld von Meetings.

Kommunikation ist einerseits das wichtigste Instrument, um Differenzen und Konflikte zu überwinden: Wer miteinander redet, schießt schon mal nicht aufeinander. Kommunikation ist also friedensstiftend. Andererseits kann unsensible, unreflektierte Kommunikation zur Verschärfung von Konflikten führen oder sogar Auslöser von Konflikten sein.

Und jeder von uns hat auch schon die Erfahrung gemacht, wie unterschiedlich die Kommunikationsgepflogenheiten sind – und wie wichtig es ist, Bescheid zu wissen, wie erfolgreiche Kommunikation in anderen Kulturen und Regionen funktioniert. Länderübergreifende Kommunikation, bei der der eine den anderen versteht, wird immer wichtiger.

Eine solche Plattform für den interrnationalen Austausch bietet jetzt die European Communications Convention ’14: Vom 19. – 21. Juni treffen sich in München und Umgebung (Garmisch und Ettal) Kommunikationsprofis von Agenturen, Unternehmen und Institutionen aus ganz Europa.

Was mir eine solche Veranstaltung bringt, was ich mir davon erwarte? Nun, eine ganze Menge: Internationales Networking, Kennenlernen anderer Agenturen und Unternehmen, Anregungen aus Workshops, Diskussionen und Vorträgen zu vielen aktuellen Themen internationaler, grenzüberschreitender Kommunikation wie CSR, Sport, Ethik in der Kommunikation, Litigation PR. Und vor allem: Wie machen es die anderen? Welche Erfahrungen machen Kommunikatoren in anderen Ländern, wie „funktionieren” dort beispielsweise interne und externe Kommunikation, welche Rolle spielt Bewegtbildkommunikation, welche Themen interessieren die jeweiligen Medien ganz besonders? Wie sieht es mit der friedensstiftenden Rolle von Kommunikation in Europa aus?

Mehr dazu auch auf Facebook und Twitter.

Ich bin gespannt!

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