Ein Attribut, das der Tomatensoße gerne zugeeignet wird, ist „Frische”. Wenn ich aber gerade aus dem Fenster schaue, ist mir überhaupt nicht nach Frische zumute, sondern nach Behaglichkeit. Kamin. Kerzenschein. Deswegen empfehle ich für ungemütliche Spätherbsttage eine einfache und doch raffinierte Tomatensoße, die mir der Videokünstler Alexander Steig (http://www.alexandersteig.com) vor vielen Jahren auf einen Zettel gekritzelt hat. Ihr Geheimnis heißt: Zimt.
Zutaten:
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
200 g gemischtes Hackfleisch
140 g Tomatenmark (dreifach konzentriert)
1 Becher Crème fraîche
Milch oder Sahne
Hühnerbrühe (optional)
neutrales Öl
Salz, Pfeffer, Zucker, Zimt
Zubereitung:
Zwiebel in Würfeln in einem Topf in Öl glasig dünsten. Hackfleisch dazugeben, anbraten und mit Salz und Pfeffer würzen. Topf vom Herd nehmen und Tomatenmark gut mit dem Hackfleisch verrühren. Danach den Topf noch mal kurz auf die Herdplatte, um das Tomatenmark leicht anzurösten. Crème fraîche und Knoblauch aus der Presse unterrühren und mit Sahne, Milch oder auch etwas Hühnerbrühe verlängern, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Mit Salz, Pfeffer, Zucker und – Zimt abschmecken. Dabei mit dem Zimt vorsichtig hantieren, da er sehr intensiv schmeckt. Und wie immer tut ein Spritzer Zitrone einer solchen Soße auch noch gut.


