8. Münchner Agenturgipfel – Eine weitere Etappe im Jahresende-Veranstaltungs-Marathon

Zum 8. Mal hatte die IHK für München und Oberbayern zum “Agenturgipfel” geladen. Trendthema diesmal die Krise und ihre Auswirkungen auf die Agenturlandschaft. Aber es ging vor allem um den Blick nach vorne, um Innovationen und Ansätze, aus der Krise herauszukommen. Trotz Schneechaos, das auch einige Referenten am Erscheinen hinderte, trafen sich in der IHK-Akademie in der Orleansstraße Vertreter von ca. 50 Agenturen, um mehr zu erfahren über “Märkte in der Ära der Post-Rezession – Chancen nutzen mit Marketingtrends und neuen Kommunikationskonzepten”.

Klar, es gab wieder (wieder, wieder, wieder) einen Vortrag zu Social Media – nicht von Klaus Eck himself, sondern von einer Mitarbeiterin seiner Agentur. O.k., das brachte mir keine neuen Erkenntnisse, zeigte aber – auch in Verbindung zum Einführungsvortrag, in dem ein 40jähriger Agenturvorstand sagte, er kenne sich mit dem ganzen Zeug nicht aus – wie weit viele klassische Agenturen und Profis noch von dem Thema entfernt sind – kaum zu glauben! Besonders interessiert hat mich das Thema Variable Vergütungsmodelle – ein Vortrag mit guten Ideen und Lösungsansätzen: Die Agenturen wollen Leistung verkaufen, die Kunden wollen Ergebnisse bezahlen. Die Messlatte für Erfolg ist der ROC “Return on Communication”, damit ist gemeint, wie man mit Kommunikationsarbeit Bekanntheit, Positionierung und Vertrauenskapital eines Unternehmens messbar erhöhen kann. Konkret ging es bei diesem Modell um 80 % Pauschale und 20% variablen Anteil “on top”.

Erwähnen möchte ich auch den Vortrag zur Kommunikation für Frauen als anspruchsvolle Zielgruppe, und erwähnen muss ich in diesem Kontext auch, dass ich Frauenthemen normalerweise hasse, dass mich diese ganzen Klischees ungeheuer nerven. Aber dank Petra Sammers super Vortrag wurde ich vom Saulus zum Paulus, und nicht nur ich hatte größtes Vergnügen an dieser unterhaltsamen, lebendigen Präsentation. Wobei wir wieder bei unserem Lieblingsthema wären: Es kommt auf die gute Geschichte an!

Was nehme ich mit von diesem Nachmittag und Abend?

Erstens: Gut, dass die IHK diesen Agenturgipfel veranstaltet. Auch und gerade weil es so schwer ist, einen kleinsten gemeinsamen Nenner für all diese sehr unterschiedlichen Agenturen und Kommunikationsberater zu finden – den gibt es nicht.

Zweitens: Die Kommunikationslandschaft ist wirklich spannend – spätestens die Krise bringt Denkanstöße.

Drittens: Es gibt Mittel und Wege, aus diesen Denkanstößen Business zu generieren: mit neuen Leistungsangeboten, über neue Kommunikationswege, neuen Vergütungsmodellen, neuer Zieglruppenansprache und neuen Modellen in den Kundenbeziehungen – aber war das nicht schon immer so?!

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