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Wiesn-Besuch 2008: Das wird teuer für Oktoberfest-Besucher aus aller Welt

  • ECA International vergleicht Bierpreise für verschiedene Nationen
  • Norweger, Franzosen und Italiener freuen sich auf ein fröhliches Fest mit niedrigen Bierpreisen
  • Australier sollten Kater vermeiden

London, 9. September 2008 ----Auf dem Oktoberfest 2008 schlägt die Maß Bier mit durchschnittlich 8,13 Euro zu Buche. Ein stolzer Preis schon für Einheimische - allerdings liegt der Preis für viele Wiesn-Besucher deutlich über dem, was sie in ihrem Heimatland für den Liter Bier bezahlen. Das hat das HR-Beratungsunternehmen ECA International festgestellt. Dazu hat der Experte für Auslandsentsendungen die Bierpreise von ausgewählten Besuchernationen mit denen der Wiesn verglichen. Besonders hart trifft es demnach Oktoberfest-Fans aus Südafrika, die fast das Dreifache für eine Maß Bier bezahlen müssen. Auch die feierwütigen Touristen aus Übersee können bei einem Wiesn-Besuch mit einem kräftigen Aufschlag rechnen: Neuseeländer zahlen 20 Prozent mehr. Australier sehen der Wiesn mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegen - zwar sind für sie die Mehrkosten im Vergleich zum vergangenen Jahr um fast ein Drittel gefallen, aber trotzdem müssen sie noch zehn Prozent mehr für einen Liter Bier bezahlen als in Australien. Dagegen freuen sich besonders die Italiener: Verglichen mit dem Preis in der Heimat, ist für sie fast jedes dritte Bier umsonst. Am fröhlichsten können aber Norweger und Franzosen feiern: Das Löschen ihres Durstes kostet sie 52 beziehungsweise 36 Prozent weniger. Wiesngänger aus Berlin sparen immerhin noch acht und die aus Stuttgart ein Prozent.

Unter den diesjährigen Wiesn-Besuchern werden vor allem die Australier das letzte Oktoberfest ohne Rauchverbot genießen, denn eine Zigarette kostet über ein Drittel weniger als zu Hause. Auch die Franzosen und Briten können in München kostengünstig qualmen - sie sparen 12 beziehungsweise 37 Prozent. Dafür werden Japaner schon dieses Jahr weitestgehend rauchfrei bleiben, denn sie kommt ein Päckchen Zigaretten teuer zu stehen: In Deutschland müssen sie mit mehr als doppelt so hohen Preisen rechnen.

Das böse Erwachen kommt für viele Besucher der Wiesn jedoch erst am Tag danach: Meist ist nicht nur der Geldbeutel leer, sondern auch die durchzechte Nacht fordert ihren Tribut. Ein Kater in Deutschland ist für australische Oktoberfest-Fans recht kostspielig: Schmerztabletten sind hierzulande mehr als zweieinhalbmal so teuer. Aber auch ein Umstieg auf Softdrinks ist kaum eine Alternative, diese kosten etwa doppelt so viel. Auch Amerikaner, die am nächsten Tag auf Bier verzichten wollen, sollten das nicht aus Kostengründen tun: Softdrinks sind in Deutschland etwa dreimal so teuer wie in den USA.

„So ein Wiesn-Besuch kann ganz schön kostspielig werden", sagt Susanne Grimm von ECA International. „Entsprechend unseres Warenkorbs aus Lebensmitteln, Dienstleistungen und Lebenshaltungskosten ist München nun mal ein recht teures Pflaster."

Nicht nur der Preis für die Maß Helles ist also entscheidend, da die meisten Besucher länger als nur einen Tag in München bleiben. Deshalb hängen die Gesamtkosten für so ein Wiesn-Wochenende auch von den Konsumgewohnheiten der Besucher ab. Besonders in Feierlaune sollten sich die Schweizer präsentieren. Die Eidgenossen sind eine der wenigen Nationen, für die ein Ausflug nach München zum Oktoberfest ein Spartrip wird. Waren und Dienstleistungen sind für sie insgesamt elf Prozent günstiger als in ihrer Heimat. Bei einem Gang ins Restaurant zum Dinner sparen sie 16, bei dem Erwerb einer Tube Zahnpasta sogar 36 Prozent. Düster sieht es dagegen für Australier und vor allem für Amerikaner aus, die 17 Prozent beziehungsweise 43 Prozent mehr für Waren und Dienstleistungen ausgeben müssen als in ihrer Heimat.

Diese Zahlen basieren auf einer internationalen Lebenshaltungskostenstudie von ECA International aus dem März 2008. International tätige Unternehmen nutzen diese Daten zur Berechnung der Lebenshaltungszuschläge für ins Ausland entsendete Angestellte.

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