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Gehälter steigen im nächsten Jahr um 2,9 Prozent – ECA International Studie zur Gehaltsentwicklung

  • 2011 steigen Gehälter um 2,9 Prozent, 2010 um 2,2 Prozent in Deutschland
  • Europaweit 3,5 Prozent mehr Lohn erwartet, weltweit ungefähr 5,2 Prozent
  • Beschäftigte in Venezuela trotz 27 Prozent mehr Gehalt -5,2 Prozent Reallohn

London, 4. November 2010 ---- Die Löhne und Gehälter steigen in Deutschland im nächsten Jahr voraussichtlich um durchschnittlich 2,9 Prozent, so eine aktuelle Studie zur Gehaltsentwicklung des Personalberatungsunternehmens ECA International. Dieses Jahr konnten sich die Beschäftigten in Deutschland über 2,2 Prozent mehr Geld freuen, 2009 waren es nur 1,3 Prozent. Die Reallöhne 1 steigen 2011 hierzulande voraussichtlich um 1,5 Prozent.

„Die gute Nachricht ist, dass die Gehälter im nächsten Jahr steigen werden. Damit nähern wir uns wieder den Lohnerhöhungen von 2008. Damals bekamen Beschäftigte durchschnittlich 3,5 Prozent mehr Geld in die Tasche", sagt Susanne Grimm, Client Services Executive bei ECA International.

Die jährlich durchgeführte Studie „Salary Trends Survey" von ECA International erfasst das tatsächliche Gehaltswachstum des laufenden Jahres mit Prognosen für das folgende Jahr in über 50 Ländern. Die Studie dient Unternehmen als Basis für das Steuern und Planen von Gehältern sowohl in ihrem Heimatmarkt als auch für internationale Entsendungen.

Europaweit werden die Löhne und Gehälter 2011 voraussichtlich um ungefähr 3,5 Prozent steigen. 2008 waren es noch fünf Prozent. In Westeuropa wachsen die Gehälter dabei durchschnittlich „nur" um 2,8 Prozent, in Osteuropa dagegen deutlich stärker mit ungefähr 4,7 Prozent. Das liegt einerseits an der Inflation, andererseits an dem Trend zur Anpassung der Löhne an die europäischen Industrienationen. Spitzenreiter in Osteuropa ist Russland mit 8,5 Prozent mehr Gehalt, gefolgt von Bulgarien und Rumänien.

Auf die niedrigsten Lohnzuwächse 2011 müssen sich der Studie zufolge Schweizer und Iren einstellen, sie bekommen knapp über zwei Prozent mehr. Allerdings: Wird die Inflation einbezogen, dann haben irische sowie bulgarische Beschäftigte mit 2,7 Prozent den höchsten Reallohnzuwachs in Europa. In Großbritannien steigen die Reallöhne mit mageren 0,5 Prozent am wenigsten - die Inflation frisst den Großteil der dreiprozentigen Steigerung auf.

Gehälter weltweit

Laut der Studie von ECA International sollen die Gehälter 2011 weltweit um durchschnittlich 5,2 Prozent steigen, gegenüber 4,8 Prozent im laufenden Jahr. Auf den höchsten Anstieg können sich Beschäftigte in Venezuela freuen, sie erhalten im nächsten Jahr durchschnittlich 27 Prozent mehr Geld für ihre Arbeit. Diese Freude währt allerdings nur kurz: Aufgrund der hohen Inflation sinken die Reallöhne auf den niedrigsten Stand in der diesjährigen Studie (-5,2 Prozent).

Beschäftigte in Argentinien verdienen 14,5 Prozent und in Brasilien 6,2 Prozent mehr.

Im Asien-Pazifik-Raum wird ein Lohnwachstum um sechs Prozent für 2011 erwartet. Am stärksten steigen die Löhne in dieser Region in Vietnam - um 11,8 Prozent. Allerdings liegen auch hier die Realzuwächse mit gerade einmal 3,8 Prozent deutlich niedriger.

In Japan bekommen Beschäftigte voraussichtlich 2,5 Prozent mehr Geld - durch die gleichzeitige Deflation steigt der Reallohn damit gar um 2,8 Prozent. Unternehmen in den Vereinigten Staaten zahlen im kommenden Jahr drei Prozent mehr Gehalt, kanadische 2,9 Prozent. Im laufenden Jahr gab es Steigerungen um 2,5 Prozent in den beiden Ländern.

Im Nahen Osten liegen die durchschnittlichen Gehaltserhöhungen bei 5,5 Prozent in Saudi Arabien und bei fünf Prozent in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Wird die Inflation einberechnet, liegen die Zuwächse nur noch bei 0,2 beziehungsweise 2,5 Prozent.

Eine Nullrunde planen in diesem Jahr nur noch 13 Prozent der Unternehmen - im Vorjahr war es noch jedes dritte Unternehmen. Voraussichtlich wird dieser Trend anhalten - 2011 wollen weltweit nur vier Prozent der Unternehmen die Gehälter einfrieren.

Über die Salary Trends Survey von ECA International

Dieser Text basiert auf Informationen des „Salary Trends Survey 2010/2011" von ECA International. Die Studie, die die tatsächliche Gehaltsentwicklung für das Jahr 2010 und die zu erwartende für das Jahr 2011 beschreibt, basiert auf Informationen von 348 multinationalen Unternehmen aus verschiedenen Branchen in über 50 Ländern. Sie kann im Online-Shop von ECA unter www.eca-international.com bezogen werden - kostenlos für Unternehmen, die an die Studie teilgenommen haben, zum Kauf für alle anderen. Informationen über weitere Studien gibt es ebenfalls auf der Webseite.

Basis der Auswertung sind die Lohnerhöhungen einschließlich der Zuschläge. Diese Erhöhungen berücksichtigen generelle Veränderungen der Lebenshaltungskosten/Inflation sowie leistungsabhängige Prämien. Die Daten wurden im Zeitraum August 2010 bis Oktober 2010 erhoben.

 

Voraussichtliche Gehaltserhöhungen 2011 in Europa

Europa-Ranking
Nominallohn-
erhöhung 2011

Land Plazierungen im
weltweiten Vergleich
1 Russland 7
2 Rumänien 13
3 Bulgarien 14
4 Ungarn 22
5 Polen 26
5 Slowakei 26
7 Tschechische
Republik
30
8 Griechenland 34
9 Dänemark 36
9 Frankreich 36
9 Italien 36
9 Lettland 36
9 Norwegen 36
9 Schweden 36
9 Großbritannien 36
16 Finnland 44
17 Deutschland 45
18 Belgien 47
19 Niederlande 48
20 Österreich 49
21 Litauen 50
21 Spanien 50
23 Portugal 53
24 Irland 54
24 Schweiz 54
 

  Voraussichtliche Reallohnerhöhungen 2011 in Europa

Europa-Ranking
Reallohn-
erhöhung 2011

Land Plazierungen im
weltweiten Vergleich
1 Irland 9
2 Bulgarien 10
3 Lettland 15
4 Slowakei 21
5 Schweiz 21
6 Niederlande 23
7 Norwegen 27
8 Deutschland 28
9 Tschechische
Republik
31
10 Ungarn 32
11 Frankreich 33
12 Spanien 34
13 Polen 35
14 Italien 36
15 Griechenland 37
16 Litauen 38
17 Portugal 39
18 Finnland 40
19 Schweden 41
20 Russland 42
21 Dänemark 43
22 Österreich 45
23 Belgien 46
24 Rumänien 48
25 Großbritannien 50

 

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1 Der Reallohn ist der um die Inflation bereinigte Nominallohn und entspricht der Kaufkraft. Weitere Informationen siehe Bundesministerium der Finanzen: http://www.bundesfinanzministerium.de/nn_39846/DE/BMF__Startseite/Service/Glossar/R/002__Reallohn.html



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