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Holunderbeer-Gelee

Meine Mama stammt aus Thüringen, und da heißt es: „Wer an Johanni Hollerküchle isst, ist ein ganzes Jahr lang vor Krankheiten geschützt". Das gilt natürlich nicht nur für die gebackenen Blütendolden, sondern auch für die Beeren. Deshalb wurden bei uns im Herbst immer fleißig Holunderbeeren gesammelt und zu Saft und Gelee verarbeitet. Und gerade im Winter, zur Erkältungszeit, gab es dann oft süße Holunderbeersuppe oder heiße Milch mit Holunderbeersirup. Die dunklen Beeren wachsen in Massen am Wegrand, und die Zubereitung ist denkbar einfach. Hier das Rezept meiner Mama für Saft, Gelee und Sirup. Legen Sie sich doch mal einen kleinen Wintervorrat an, es lohnt sich.

 

Holunderbeer-Gelee


  Holunderbeeren © TwilightArtPictures - Fotolia.com

Zutaten:

ca. 2,5 kg Holunderbeeren
Saft einer 1 Zitrone
Wasser
750 ml Apfelsaft
1,5 kg Gelierzucker
1 Packung Zitronensäure
1 Zimtstange oder 1 TL Zimt
3 - 4 Nelken

Zubereitung:

Zuerst aus den Holunderbeeren einen Saft herstellen. Dieser kann dann auch für die Herstellung von Sirup, Holunderbeersuppe oder Ähnliches verwendet werden.
Für den Saft die reifen Holunderbeeren mit der Gabel von den Stielen befreien (wenn mal kleine Stiele dranbleiben, ist das nicht so schlimm). Die Beeren und den Zitronensaft in einen Topf geben und mit Wasser auffüllen (ca. 1 Liter), die Mischung zum Kochen bringen und ca. 10 Minuten sprudelnd kochen lassen. Vorsicht! Flecke lassen sich nur sehr schwer entfernen. Danach den Sud durch ein mit einem Geschirrtuch ausgelegtes Sieb drücken und den Saft auffangen. Das Tuch ruhig noch mal fest ausdrücken.
Jetzt kann der Saft weiter verarbeitet werden.
Für Gelee ca. 750 ml Saft abmessen und mit 750 ml Apfelsaft, dem Gelierzucker, den Gewürzen und der Zitronensäure mischen. Dann alles noch einmal aufkochen lassen und ca. 3 Minuten köcheln lassen. Die Zimtstange und Nelken entfernen und das Gelee gleich heiß in Schraubgläser füllen, diese fest zuschrauben und bis zum Erkalten auf den „Kopf" stellen. Das Gelee kann man prima für Kuchen und Torten verwenden, aber natürlich schmeckt es auch super auf Weißbrot.
Übrigens für Experimentierfreudige: Man kann den Apfelsaft auch durch Ananassaft, süßen Rotwein o. Ä. ersetzen.
Der Rest des Saftes kann dann zum Beispiel zu Sirup verarbeitet werden. Dazu den Saft einfach mit der doppelten Menge Zucker und etwas Zimt verrühren, etwa 10 Minuten kochen lassen und dann in Flaschen abfüllen. Dieser Sirup eignet sich prima zum Aromatisieren von Sekt oder für Eis und Joghurt.



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